Dejima – Konzepte von Ein- und Ausschluss


Marianna Christofides
Along the G-Line, 2010, Videostill
HD-Video (Farbe, Ton, 2:14 Min.)
Performance: Orestis Papayiannis
Courtesy Marianna Christofides und Laveronica arte contemporanea

Dejima. Konzepte von Ein- und Ausschluss versammelt dabei Filme, Installationen, Objekte, Fotografien, Performances, Audioarbeiten, partizipative Projekte, Malerei und Papierarbeiten einer jüngeren Künstler/innengeneration, die sich mit mentalen und territorialen Grenzziehungen befassen und für einen gesellschaftlichen Umgang plädieren, der nicht von Angst vor dem Fremden bestimmt wird, sondern ein Verständnis füreinander und die Dinge einschließt, die uns (noch) unbekannt sein mögen.

Dejima – eine künstliche Insel von etwa 9.000 qm, die japanische Kaufleute 1634-36 in der Bucht von Nagasaki aufschütten ließen. Sie diente bis 1853, also für mehr als 200 Jahre, als einzige Möglichkeit legalen Handels und Austausches zwischen Japan und Europa. Dejima wurde gebaut, um geschäftliche Beziehungen auch in Zeiten von „sakoku“ unterhalten zu können. Sakoku bezeichnet die Außenpolitik Japans bis ins 19. Jahrhundert und verbot die offizielle Ausreise für Japaner/innen und, nach einer Ausweisung aller Ausländer/innen, die Einreise anderer Nationalitäten bei Todesstrafe oder lebenslanger Haft. Nachdem die ursprünglich auf Dejima angesiedelten Portugiesen die Insel verlassen hatten, nutzte die Niederländische Ostindien-Kompanie sie ab 1641 als Außenposten.

Dejima – Konzepte von Ein- und Ausschluss
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