Abstract Hungary


Abstract Hungary, 2017
Ausstellungsansicht Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien, Graz, Foto: Pascal Petignat

Mit „Abstract Hungary“ präsentiert das Künstlerhaus 24 ungarische Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Generationen. Die Ausstellung steht für eine weiter gefasste narrative Blaupause zu dem viel diskutierten Begriff der Abstraktion und zeigt etablierte als auch aufstrebende Positionen, von denen einige erstmalig in Österreich ausstellen. Es treten Werke der jüngeren und mittleren Generationen in einen Dialog mit Pionieren der 1960er-Jahre, deren Oeuvre nach wie vor relevant für die heutige Kunstproduktion ist.

Durch international bekannte Schlüsselfiguren wie László Moholy-Nagy, Victor Vasarely, Simon Hantaï oder Lajos Kassák lässt sich die Kunst in Ungarn auch als eine lange und komplexe Geschichte der Abstraktion begreifen, die sich kontinuierlich über das 20. und den Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelt hat. Dabei galt Abstraktion für lange Zeit als eine künstlerische Praxis, die von offizieller Seite keine besondere Anerkennung fand.

Die zeitgenössische Abstraktion ist inspiriert von einem kritischen Zugang zu der vermeintlichen Universalität einer visuellen Sprache, die unter anderem auch als universelle Kunst ohne die Belastung des lokalen Kontexts wahrgenommen werden kann. Dabei strebt die aktuelle ungarische Abstraktion nach einer zeitlosen und fortwährenden Perspektive auf Kunst, die ihren Ursprung im Wissen über deren lange
Geschichte findet. Die lebhaften, eher instinktiven Arbeiten der jungen Generation entfernen sich teilweise von einem minimalistischen Zugang und öffnen sich mitunter einer Trash-Ästhetik an der Grenze zur Figuralität. Insgesamt ist eine reflektierte Haltung gegenüber der aktuellen internationalen Aufmerksamkeitswelle für Abstraktion zu erkennen.

Das Künstlerhaus hat zahlreiche Künstler/innen eingeladen, die das Erbe des stillen Modernismus der Abstraktion tragen – der Neo-Avantgarde, die sich Ende der 1960er Jahre etablierte. Die Künstler/innen dieser Generation wie Imre Bak, János Fajó, György Jovánovics, Ilona Keserü Ilona und Dóra Maurer, die kürzlich zunehmend Aufmerksamkeit erhalten haben, werden Arbeiten der letzten Jahre im Künstlerhaus präsentieren. Andere wichtige Positionen in der Ausstellung sind die Vertreter des Neuen Konzeptualismus, einer Bewegung der 1990er Jahre, wie Andreas Fogarasi, Ádám Kokesch, Tamás Komóroczky und das Künstlerkollektiv Little Warsaw. Die jüngste Generation der ungarischen Künstler/innen, geboren in den 1980er und 1990er Jahren, wie Sári Ember, Zsófia Kersztes, Klára Rudas und Gergo Szinyova, sind Teil des lokalen Dialogs und werfen ein neues Licht auf die aktuellen Tendenzen in der Abstraktion. (aus dem Pressertext)

Abstract Hungary
KM– Künstlerhaus

Burgring 2
8010 Graz,  Österreich
Telefon: +43 316 740084
Besucherinformationen: KM– Künstlerhaus

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