Ausstellungen und Kunstblog
31.07.10
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Schloss Charlottenburg
31.07.10
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Käthe-Kollwitz-Preis 2010: Mona Hatoum (Details)
Akademie der Künste
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Shifting Media: New Role of Photography (Details)
C/O Berlin
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Alloro – Villa Romana-Preisträger 2009/2010 (Details)
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Deutsche Guggenheim
12.12.09 - 28.02.10: C/O Berlin
Oranienburger Straße 35/36, Berlin,
Telefon: 030 28091925
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„Wenn du das, was du siehst, nicht fühlst, wirst du Andere nie dazu bringen, etwas zu fühlen, wenn sie deine Bilder betrachten.” Don McCullin
Vom Bau der Berliner Mauer im Sommer 1961 bis zu den verheerenden Auswirkungen von AIDS in Südafrika im Jahre 2001 – fünf Jahrzehnte lang hat Don McCullin als Fotojournalist ökologische und vom Menschen verursachte Katastrophen wie städtische Unruhen, soziale Missstände, Kriege und Epidemien dokumentiert. Sein präziser Blick ist mit Wut gefüllt, mit Trauer und Verzweiflung auf die entsetzlichen Grausamkeiten menschlicher Konflikte. Seine Fotografien zeugen von Unglauben, Mitleid und Solidarität mit den Schwächsten, Aussätzigen und Opfern angesichts nicht hinnehmbarer Umstände. Mit seinen unerträglich klaren und bewegenden Bildern gibt Don McCullin den Opfern weltweit ein Gesicht und die Hoffnung auf Wandel und Humanität.
Don McCullin setzte sich bewusst und vorsätzlich Lebensgefahren aus. Vor seiner Kamera wurden Soldaten und Zivilisten gedemütigt und exekutiert, Leichen respektlos verscharrt, starben Kinder in den Armen hilfloser Eltern und flohen Menschen vor Zerstörung und Leid. Nordirland gespalten, Vietnam bombadiert, Kongo vernarbt, Zypern geteilt, Biafra verhungert oder Salvador terrorisiert – seine Fotografien erlauben einen kontrollierten Zugang zu Geschehen, die ebenso schrecklich und grausam wie fern und aufregend sind.
Für seine Arbeiten in Kriegsgebieten hat Don McCullin einen hohen persönlichen Preis gezahlt. Er wurde zu einem Kriegsjunkie, süchtig nach Leben in Extremen und nach neuen Bildern. Selten hat ein Fotograf diese Erfahrung so problematisiert. Von seinen Reisen zurückgekehrt brachte Don McCullin mehr als nur belichtete Filme, sondern auch kaum vermittelbare Erlebnisse mit. Als Ausgleich suchte er sich andere Sujets: die britische Gesellschaft und deren Alltag, den er seit 1958 immer wieder fotografiert hat – von den Hooligans seiner Nachbarschaft über die Stahlwerke in West Hartlepool bis hin zu den sozial Benachteiligten des Londoner East End und Bradfort im Norden Englands. Sein vielfältiges Gesamtwerk akzentuiert Don McCullin mit dunklen Stillleben und Landschaftsaufnahmen bei Sonnenuntergang und bewölktem Himmel als weitere Art, wie er die Welt sieht.
C/O Berlin präsentiert erstmals in Berlin Arbeiten aus dem Gesamtwerk von Don McCullin mit ca. 150 Schwarz/ Weiss- und Farbfotografien. Die Ausstellung wurde kuratiert von Robert Pledge, Contact Press Images. (C/O Berlin)
“ Don McCullin – Retrospektive 1958–2008 ”
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