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		<title>Erwin Eisch: Mit Leib und Seele</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 16:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin Eisch]]></category>
		<category><![CDATA[Museum Moderner Kunst Passau]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung im künstlerischen Schaffen von Erwin Eisch, beginnend mit den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. Dabei soll nicht nur Eischs kunsthistorische Bedeutung als „Vater“ des deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung im künstlerischen Schaffen von Erwin Eisch, beginnend mit den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. Dabei soll nicht nur Eischs kunsthistorische Bedeutung als „Vater“ des deutschen und in Teilen auch des amerikanischen Studioglases gewürdigt werden. Vielmehr rückt die Ausstellung verstärkt das malerische und graphische Werk des heute 83 Jahre alten, noch immer agilen und in Frauenau im Bayerischen Wald lebenden, international angesehenen und äußerst vielseitigen Künstlers in den Mittelpunkt. Neben ausgewählten Objekten aus Glas sind daher in der bel étage des Museums vor allem Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Graphiken zu sehen.“</p>
<p>Untrennbar ist der Name von Erwin Eisch (*1927 in Frauenau, lebt in Frauenau) mit der internationalen und deutschen Studioglasbewegung verbunden. Einer Bewegung von Künstlern, die das Material Glas aus seinem bis dahin wie selbstverständlichen Zusammenhang von täglichem Gebrauchswert und bestenfalls ästhetischer Gestaltung befreien und es zu einem – neben anderen – gleichwertigen Material künstlerischen Ausdrucks erheben wollte. Symposien, Ausstelllungen, Zeitschriften, die 1987 gegründete freie Akademie „Bild-Werk Frauenau“ und vor allem ein internationaler Austausch zahlreicher Künstler mit einer dynamische Vielfalt von Ideen waren die Folge. Erwin Eisch wurde von 1946 bis 1949 in dem damals neu gegründeten Betrieb seines Vaters in Frauenau und in der Glasfachschule Zwiesel zum Glasgraveur ausgebildet. Von 1949 bis 1952 studierte er an der Akademie in München Innenarchitektur und Glasdesign. Nachdem er ab 1952 beim Aufbau der Glashütte Valentin Eisch in Frauenau mitwirkt hatte, ging er schließlich erneut an die Akademie nach München, um bei Professor Heinrich Kirchner Bildhauerei zu studieren.</p>
<p>Neben Glas als künstlerischem Medium, spielen im OEuvre von Erwin Eisch auch Malerei, Zeichnung und Glasdruck eine bedeutende Rolle. Dies wird häufig übersehen, wohl angesichts der eminent wichtigen Position, die Erwin Eisch in der internationalen Glaskunst einnimmt. Doch die Malerei begleitete Eisch von Anfang an. So war er im Jahr 1957 in München Gründungsmitglied der Künstlergruppe »Spur« und 1961 zusammen mit den beiden Akademiefreunden Max L. Strack und Margarethe Stadler (die er 1962 heiratete) Gründungsmitglied der Künstlergruppe »Radama«. Fragt man heute Erwin Eisch nach seinem bevorzugten Medium, spricht er sich eindeutig für die Malerei aus.</p>
<p>So ist und bleibt Erwin Eisch ein Künstler, der unterschiedlichen Ausdrucksformen für sein Schaffen verwendet, der in Bildern spricht − auf Glas ebenso wie auf Papier und Leinwand. Und gerade dort ist er auch heute noch für viele neu zu entdecken. (Medienmitteilung)</p>


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		<title>Correct Me If I’m Critical</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 20:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Felleshus der Nordischen Botschaften]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist offene Kritik heute gesellschaftlich und politisch möglich? Wie sehen Medien der Kritik gegenwärtig aus? Wie funktionieren sie und wie produzieren sie ihre Inhalte? Welche Rolle kann dabei ein Phänomen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
<p>12.09.10 - 02.11.10: <strong><a href="http://www.correctmeifimcritical.org." target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Felleshus der Nordischen Botschaften</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=Rauchstra%C3%9Fe+1,Berlin,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Rauchstraße 1</a>, Berlin, 	
Telefon: -<br>


	





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</p</dl> <br><p>Ist offene Kritik heute gesellschaftlich und politisch möglich? Wie sehen Medien der Kritik gegenwärtig aus? Wie funktionieren sie und wie produzieren sie ihre Inhalte? Welche Rolle kann dabei ein Phänomen wie die in Skandinavien verbreitete politische Korrektheit spielen? Oder die deutsche Tradition von Dialog und Konsens? Wie lassen sich Brücken bauen zwischen Organisationen und Institutionen? Zwischen Kreuzberg, Mitte und Tiergarten oder Berlin, Stockholm und Istanbul? Mit diesen Fragen setzen sich nordische und internationale Künstler generationenübergreifend in unterschiedlichsten Formen auseinander.</p>
<p>Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Unni Gjertsen, Florian Zeyfang, Diana Orving, Michael Elmgreen &#038; Ingar Dragset, Daniel Knorr, Marion von Osten, Jennie Sundén &#038; Åsa Norberg, Slavs &#038; Tatars, Natascha Sadr Haghinian, Goran Hassanpour und Gülsün Karamustafa. Olof Dreijer, bekannt als schwedischer Sänger des elektronischen Indie-Duos The Knife, präsentiert zusammen mit Mt. Sims eine Soundinstallation. Annika Eriksson zeigt ihr jüngstes, in Istanbul entstandenes Werk. Der schwedische Künstler Markus Degerman realisiert die Ausstellungsarchitektur im Felleshus. </p>
<p>Mehr unter: <a href="http://www.correctmeifimcritical.org">www.correctmeifimcritical.org</a></p>


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		<title>Weltenwandler. Die Kunst der Outsider</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 18:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schirn Kunsthalle]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Ausstellung „Weltenwandler. Die Kunst der Outsider“ widmet sich die Schirn Kunsthalle Frankfurt dieser in den letzten Jahrzehnten zu Unrecht aus dem Blickfeld geratenen Kunstform. Gebunden an ihre schöpferischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
<p>24.09.10 - 09.01.11: <strong><a href="http://www.schirn-kunsthalle.de" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Schirn Kunsthalle</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=R%C3%B6meberg+19,Frankfurt,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Römeberg 19</a>, Frankfurt, 	
Telefon: 069-299882-0<br>


	





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</p</dl> <br><p>Mit der Ausstellung „Weltenwandler. Die Kunst der Outsider“ widmet sich die Schirn Kunsthalle Frankfurt dieser in den letzten Jahrzehnten zu Unrecht aus dem Blickfeld geratenen Kunstform. Gebunden an ihre schöpferischen Fähigkeiten, an seelische Zustände, die vom Alltäglichen und „Normalen“ mehr oder weniger abweichen, enthüllen Outsider-Künstler in ihren Werken Unerwartetes und lassen fantastische Werke entstehen. Häufig am Rande der Gesellschaft stehend, beleuchten sie die Grenzen und Widersprüchlichkeiten des menschlichen Daseins und vermitteln eine tiefe Unruhe über die Beziehungen zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Um die ebenso komplexen wie vielgestaltigen Phänomene begrifflich zusammenzufassen, wurden im wissenschaftlichen Diskurs seit dem 19. Jahrhundert mannigfaltige Bezeichnungen entworfen. Der Wortgebrauch – von Art brut über Self-taught Art, Raw Art, Visionary Art und Folk Art bis zu Outsider Art – erzählt somit gleichzeitig die Geschichte kultureller Grenzen. Diese werden immer wieder neu gezogen und sind für die unterschiedlichen Auffassungen und Regeln marginaler Kulturäußerungen sowie für den grundsätzlichen Umgang der Gesellschaft mit ihren Rändern symptomatisch. Die Ausstellung der Schirn zeigt in einem Spektrum vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart eine paradigmatische Reihe intensiv erlebbarer Räume, in denen sich auf eindrucksvolle Weise die individuellen Welten der Künstler A.C.M. (*1951), Aloïse (1886–1964), Emery Blagdon (1907–1986), Henri Darger (1892–1973), Auguste Forestier (1887–1958), Madge Gill (1882–1961), Karl Junker (1850–1912), Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892–1982), Judith Scott (1943–2005), Oskar Voll (1876–?), August Walla (1936–2001), George Widener (*1962), Adolf Wölfli (1864–1930) und Birgit Ziegert (*1966) eröffnen.</p>
<p>„Outsider Art“ ist ein Begriff, den der britische Kunstkritiker Roger Cardinal Anfang der 1970er-Jahre prägt, um die Produktion von Kunst entlang und jenseits dieser Grenzen zu beschreiben. Von der „Bildnerei der Geisteskranken“ spricht noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Hans Prinzhorn, einer der theoretischen Pioniere. Die Bezeichnung „Art brut“ wählt der Künstler Jean Dubuffet, um vor allem die rohe Ursprünglichkeit, die er in diesen Werken ausmacht, zu manifestieren. Als „zustandsgebundene Kunst“ will der Wiener Psychiater Leo Navratil die Arbeiten in den 1970er-Jahren benannt wissen. Darüber hinaus finden sich Bezeichnungen wie Self-taught Art, Raw Art, Vernacular Art, Visionary Art, Folk Art oder Deviante Kunst, um nur die gängigsten Begriffe anzuführen. In jüngster Zeit spricht man auch von neurodivers. Cardinals Benennung Outsider Art, die manchem vielleicht zu stark auf die Randständigkeit dieser Kunst verweist, ermöglicht allerdings im Gegensatz zu den anderen gängigen Begriffen eine Befragung der Werke nicht nur in ästhetischen, sondern auch in sozialen Begrifflichkeiten; nicht unerheblich bei einer Kunst, die sich eben nicht allein durch die Form, sondern auch und gerade durch den besonderen Charakter ihrer Produktion auszeichnet.</p>
<p>Ohne den Anspruch erheben zu wollen, einen historischen Überblick über die Gesamtheit der künstlerischen Äußerungen zu geben, spiegelt die Ausstellung der Schirn Kunsthalle in ihren Positionen herausgehobene Beispiele vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit wider. Da sind die Psychiatriepatienten: Adolf Wölfli, der wohl berühmteste, Aloïse, Auguste Forestier, alle drei Klassiker der Art brut, oder Oskar Voll, Fall Nr. 33, der in Prinzhorns Bildnerei der Geisteskranken im Kapitel C, „Bildwerke in der Abteilung V ‚Anschauliche Phantastik – sichere Darstellungen von Halluzinationen‘“, erwähnt wird. Da sind Emery Blagdon oder Karl Junker, die ihre Visionen an ganz unterschiedlichen Orten und zu verschiedenen Zeiten – der eine Mitte des 20. Jahrhunderts im ländlichen Nebraska, der andere im Deutschland des ausgehenden 19. Jahrhunderts – relativ ungestört am Rande der Gesellschaft ausleben konnten. Während Blagdon einen Schuppen zu einer „Healing Machine“ unfunktionierte, unterwarf Junker ein ganzes Haus seinem Formwillen. Da sind die typischen Entdeckungsgeschichten, wie die von Henry Darger, der so zurückgezogen lebte, dass es zur absoluten Überraschung seines Vermieters geriet, als er nach dessen Tod in der Einzimmerwohnung ein unglaubliches Gesamtwerk vorfand. Da ist Madge Gill, die Frau aus der Arbeiterklasse im Osten Londons, die traumatisiert unter mediumistischer Anleitung eines Geistes manisch arbeitete. Einen Großteil ihres Werkes hat auch heute noch kaum jemand gesehen. Da ist Friedrich Schröder-Sonnenstern, der Hofnarr der Gesellschaft, wenn man so will, skandalumwitterter Provokateur, grandioser Hochstapler und Malerfürst der besonderen Art, ein Popstar, der die „Factory der Outsider Art“ unterhielt und dessen Arbeiten sogar von berühmten Schauspielern oder Georges Pompidou gesammelt wurden. Da ist August Walla, Performance- und Gesamtkünstler ohne Grenzen, der nicht nur sein Zimmer zu einem wagnerianischen Gesamtkunstwerk machte, sondern beinahe ganz Gugging in seine Kunst einbezog. Da sind Judith Scott und Birgit Ziegert, die beide mit Down-Syndrom geboren wurden und in unterschiedlichen Kreativzentren Förderung gefunden haben. Die Geschichte der Judith Scott ist beinahe eine Moritat: Erst nach jahrelangem Dahinvegetieren in unterschiedlichen Institutionen öffnete sich ihr in einem modernen kalifornischen Kreativzentrum des späten 20. Jahrhunderts der Weg zu einem einzigartigen skulpturalen Schaffen. Birgit Ziegert hat mit dem Atelier Goldstein in Frankfurt einen vergleichbaren Ort gefunden, der ihr Gelegenheit und Raum für ihre künstlerische Arbeit gibt. A.C.M. baut seine Mikrowelten aus dem Computerschrott unserer Zeit. Und da ist nicht zuletzt George Widener, Asperger-Patient, Savant und Zahlengenie mit phänomenalem Gedächtnis, repräsentativ für das Computerzeitalter der Gegenwart.</p>
<p>Was zeigen diese Arbeiten? Eine Kunst, die sehr wohl die Geschichte und die Kultur in ihre Werke aufnimmt. Sie vermitteln darüber hinaus Visionen und Anregungen jenseits des Normalen, Gewohnten und Üblichen. Die gewandelten Welten vermögen den Betrachter anzuregen, aus den Gewissheitsstrukturen seines Alltags herauszutreten. (Medienmitteilung)</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie unter <a href="http://www.schirn-kunsthalle.de/">schirn-kunsthalle.de</a></p>
<p><strong>Katalog:</strong> Weltenwandler. Die Kunst der Outsider. Herausgegeben von Martina Weinhart und Max Hollein. Deutsch-englische Ausgabe, 256 Seiten, ca. 187 Abbildungen, Verlag Hatje Cantz, ca. 34,80 € (Schirn), ca. 39,80 € (Buchhandel).</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong> Di, Fr–So 10–19 Uhr, Mi und Do 10–22 Uhr.<br />
<strong>Eintritt:</strong> 8 €, ermäßigt 6 €, Familienticket 14 €; Kombiticket mit der Ausstellung „Courbet. Ein Traum von der Moderne“ 16 €, ermäßigt 12 €; freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren.</p>


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		<title>David Claerbout</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 05:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[David Claerbout]]></category>
		<category><![CDATA[Pinakothek der Moderne]]></category>

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		<description><![CDATA[»Das Dreieck von Dauer ist eines von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich versuche diese drei Elemente auf derselben Oberfläche zu erfassen. Ich versuche, in den Videoarbeiten ein Bewusstsein zu erlagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
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</p</dl> <br><blockquote><p>»Das Dreieck von Dauer ist eines von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich versuche diese drei Elemente auf derselben Oberfläche zu erfassen. Ich versuche, in den Videoarbeiten ein Bewusstsein zu erlagen von der Vergangenheit des Bildes, seiner Gegenwart und was es in Zukunft bedeuten könnte.«</p></blockquote>
<p>Zeit ist das zentrale Thema im Oeuvre des Belgiers David Claerbout, der zu den international bekanntesten Videokünstlern seiner Generation zählt. Vor allem in den letzten Jahren wurde er mit umfangreichen Einzelausstellungen in Europa (Centre Georges Pompidou, Paris; De Pont, Tilburg) und Nordamerika (MIT, Cambridge; Belkin Art Gallery, Vancouver) gewürdigt. In seinen bildmächtigen Werken arbeitet Claerbout sowohl mit gefundenen, oft historischen Fotografien als auch mit rekonstruierten Bildern und eigenen Filmaufnahmen. In einer die medialen Grenzen von Fotografie und Film überwindenden, neuen Bildform fügt er dem statischen Bild fast unmerklich Bewegung hinzu, während er das filmische Bild nahezu vollständig entschleunigt. Oftmals beschreibt Claerbout unspektakuläre, wenige Sekunden oder Minuten andauernde Begebenheiten des Alltags, die er mittels digitaler Bildgestaltung zu eindrucksvollen Parabeln über den Sinn des Lebens und die Vergänglichkeit des Seins verdichtet. Zugleich hinterfragen seine technisch komplexen Projektionen die Wahrnehmung und Verbindlichkeit von Bildern vor dem Hintergrund unserer zunehmend digitalisierten Welt.</p>
<p>Anlässlich der Neuerwerbung von zwei Arbeiten des Künstlers für die Sammlung Moderne Kunst vereint die Ausstellung drei neue, raumgreifende Installationen, ergänzt durch zwei frühe, in schwarzweiß gehaltene Werke. Ausstellung und Katalogbuch wurden in enger Kooperation mit David Claerbout und seinem Studio erarbeitet.</p>
<p>David Claerbout, geboren 1969 in Kortrijk, studierte von 1992 bis 1995 an der Nationaal Hoger Instituut voor Schone Kunsten in Antwerpen und 1996 an der Amsterdamer Rijksacademie van Beeldende Kunst. 2002 war er Stipendiat des daad in Berlin, 2007 erhielt er den renommierten Will-Grohmann-Preis. Er hat an einer Vielzahl internationaler Ausstellungen teilgenommen und wird 2010 u. a. auf der Biennale in São Paolo vertreten sein. David Claerbout lebt und arbeitet in Antwerpen und Berlin. Weitere Informationen siehe auch: <a href="http://www.davidclaerbout.com">www.davidclaerbout.com</a> (Medienmitteilung)</p>


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		<item>
		<title>Gabriel Kuri und Dirk Fleischmann im Bielefelder Kunstverein</title>
		<link>http://www.artlog.de/gabriel-kuri-und-dirk-fleischmann-im-bielefelder-kunstverein/</link>
		<comments>http://www.artlog.de/gabriel-kuri-und-dirk-fleischmann-im-bielefelder-kunstverein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 05:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefelder Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Fleischmann]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriel Kuri]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bielefelder Kunstverein zeigt parallel Einzelausstellungen von Gabriel Kuri und Dirk Fleischmann. Kuri und Fleischmann waren bereits auf zahlreichen internationalen Biennalen und in Institutionen wie z.B. dem Leeum Museum Of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
<p>04.09.10 - 01.11.10: <strong><a href="http://www.bielefelder-kunstverein.de/" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Bielefelder Kunstverein ev Museum Waldhof</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=Welle+61,Bielefeld,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Welle 61</a>, Bielefeld, 	
Telefon: 0521 178806<br>


	





<a href="http://www.google.com/calendar/event?action=TEMPLATE&amp;text=Nordrhein-Westfalen+beim+Bielefelder+Kunstverein+ev+Museum+Waldhof&amp;dates=20100904/20101102&amp;sprop=website:http%3A%2F%2Fwww.artlog.de%2Faktuelle-ausstellungen%2F&amp;sprop=name:Nordrhein-Westfalen&amp;location=Bielefelder+Kunstverein+ev+Museum+Waldhof%2C+Welle+61%2C+Bielefeld%2C+DE&amp;details=Ausstellung%3A+Gabriel+Kuri+und+Dirk+Fleischmann.+&amp;trp=true;" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">zu Google Kalender hinzuf&uuml;gen</a> | <a href="http://www.artlog.de/?feed=gigpress-ical&amp;show_id=1677">Cali herunterladen</a> 
</p</dl> <br><p>Der Bielefelder Kunstverein zeigt parallel Einzelausstellungen von Gabriel Kuri und Dirk Fleischmann. Kuri und Fleischmann waren bereits auf zahlreichen internationalen Biennalen und in Institutionen wie z.B. dem Leeum Museum Of Art (Seoul), Musée d&#8217;Art Contemporain de Lyon, Museion &#8211; Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (Bozen), New Museum (New York), Portikus (Frankfurt) oder im Walker Art Center (Minneapolis) mit ihren Werken vertreten. Die vielversprechenden Künstler werden im Bielefelder Kunstverein ihre erste Einzelausstellung in einer deutschen Institution einrichten. </p>
<p><strong>GABRIEL KURI: »JOIN THE DOTS AND MAKE A POINT«</strong><br />
Gabriel Kuri (*1970 in Mexiko-Stadt) hat vier neue Werkgruppen geschaffen,die Einblick in unterschiedliche, künstlerische Aspekte seiner Arbeit liefern. So präsentiert Kuri im Bielefelder Kunstverein Skulpturen und Installationen aus gefundenen Materialien wie industriell gefertigten Produkten, darunter Marmor, Sand, Papier, Zigaretten oder Körperpflegeprodukte. </p>
<p><strong>DIRK FLEISCHMANN: »LIMURANIN, KAESONG UND ROSARIO«</strong><br />
Drei geografische Orte bilden die Basis von Dirk Fleischmanns (*1974 in Schweinfurt) Ausstellung: Limuranin, Kaesong und Rosario. Auf den Philippinen und in Nordkorea sind die aktuellsten Projekte verortet, welche Fleischmann im Bielefelder Kunstverein vorstellt. Die Ergebnisse aus seinem  Wiederaufforstungsprojekt »myforestfarm« sowie der Hemdenproduktion »Made in North Korea«, ein Folgeprojekt seines Modelabels »myfashionindustries«, werden in verschiedenen Medien und Werken im Obergeschoss des Kunstvereins präsentiert.</p>


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		<title>Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign</title>
		<link>http://www.artlog.de/ideen-sitzen-50-jahre-stuhldesign/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 04:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Museum für Kunst und Gewerbe]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des Ankaufes von zwanzig Designklassikern durch die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen widmet das Museum für Kunst und Gewerbe dem Stuhldesign von 1960 bis in die Gegenwart eine  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
<p>29.09.10 - 13.03.11: <strong><a href="http://www.mkg-hamburg.de" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Museum für Kunst und Gewerbe</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=Steintorplatz,Hamburg,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Steintorplatz</a>, Hamburg, 	
Telefon: (040) 428134-2732<br>


	





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</p</dl> <br><p>Anlässlich des Ankaufes von zwanzig Designklassikern durch die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen widmet das Museum für Kunst und Gewerbe dem Stuhldesign von 1960 bis in die Gegenwart eine  Ausstellung, die die Entwicklung des Stuhls vom Gebrauchsgegenstand bis zum Kunstobjekt nachvollzieht. Mit  dieser jüngsten Erwerbung erweitert das MKG seine hochkarätige Sammlung von Sitzmöbeln. Sie bildet das  Herzstück der Sammlung des modernen Möbeldesigns mit hunderten von Modellen aus allen Designepochen  und den wichtigsten Ländern Europas wie auch aus Australien, Japan, den USA und Brasilien. Die Ausstellung  <strong>Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign</strong> zeigt rund 100 herausragende Exponate, darunter Stühle, Sessel, Chaiselongues und Hocker, die unterschiedlichste gestalterische Ansätze und die die Auswirkung technologischer  Entwicklungen auf das Stuhldesign aufzeigen. Die Designschau wird dort zur Kunstausstellung, wo die Stühle  zu skulpturalen Objekten werden, als deren Inspirationsquelle der Stuhl ¬ losgelöst von seiner Funktion zu  erkennen ist. Zahlreiche Exponate illustrieren dieses Phänomen des zeitgenössischen Stuhldesigns und  stehen exemplarisch für das Aufbrechen der Grenzen zwischen Kunst und Design. Stühle gelten als die  Visitenkarte eines jeden Designer. Sie besitzen eine höhere visuelle Attraktivität als Tische, Schränke, Sofas  oder Küchenmöbel und stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit Design. </p>
<p>Einen Stuhl zu entwerfen gehört zu den großen Herausforderungen für Designer. Diese Aufgabe schien im  Sinne der Moderne vollendet gelöst, als Michael Thonet seinen Designklassiker, den Kaffeehausstuhl Modell  Nr. 14, in der seinerzeit revolutionären Bugholz-Technik herausbrachte. Heute, 150 Jahre später, gibt es  unzählige neue Stuhlmodelle, die den künstlerischen, technischen und gesellschaftlichen Wandel vor Augen  führen. Wie kein anderer Gegenstand ermöglicht das Thema Stuhl eine Auseinandersetzung mit widerstreitenden Positionen des Designs, auf deren einer Seite die vernunftorientierte, zweckdienliche Form, auf der  anderen das freie Spiel der Phantasie und die künstlerisch autonome Gestaltgebung stehen. Zwischen diesen  beiden Polen hat sich eine tausendfache Vielfalt etabliert. Im Stadium des Entstehens eines jeden Sitzmöbels  steht eine neue Idee, die von Faktoren bestimmt wird wie dem Nutzen, dem Markt und der Zielgruppe, der  Firmenphilosophie, den Materialien, den Herstellungsverfahren, dem technologischen Fortschritt, und  schließlich entscheidend von der Persönlichkeit des Designers, sei er freier Künstler, Bildhauer, Regisseur,  Architekt oder einfach Produktentwerfer. Der Begriff ,,same, same ¬ but different&#8221; gilt in besonderer Weise für  den Stuhl: als ein geistiges und materielles Produkt, das in hundertfachen Formulierungen manifest ist. Die  Ausstellung ,,Ideen sitzen. 50 Jahre Stuhldesign&#8221; erweist sich somit als Spiegelbild der Zeit und ihres  Selbstverständnisses, ihren Zwängen und ihrer Sehnsucht nach der Freiheit des Gestaltens. </p>
<p>Die Design-Ausstellung wird dort zur Kunstausstellung, wo sie autonome Skulpturen zeigt. Der Stuhl, losgelöst  von seiner Funktion, dient ihnen nur noch als Inspirationsquelle. Die neu erworbenen Stühle illustrieren dieses  Phänomen des zeitgenössischen Stuhldesigns und stehen exemplarisch für das Aufbrechen der Grenzen  zwischen Kunst und Design. Zu den Designklassikern unter ihnen zählen der berühmte Kugelsessel ,,Sunball&#8221; von Günter Fedinand Ris, der ,,Well Tempered Chair&#8221; von Ron Arad, Stühle von Stefan Wewerka und der  &#8220;Proust Armchair&#8221; von Alessandro Mendini, der die barocke Opulenz des Louis XV-Stil mit einem impressionistischen Motiv als Bezug aus der Zeit Marcel Prousts vereint. Die Designpositionen der Sammlung werden  neben anderen bereichert durch den ,,Bone Chair&#8221;, zu dem sich Joris Laarman vom natürlichen Knochenwachstum inspirieren ließ. Vladi Rapaport machte mit &#8220;The skull chair&#8221; und &#8220;The brain footstool&#8221; Schädel und  Hirn zu überdimensionalen Sitzgelegenheiten. Mit der Sitzbank ,,Petit Jardin&#8221; umarmt Tord Boontje den  Sitzenden mit einem zarten Geflecht aus Blättern, Blumen und Zweigen aus weißem Stahl. Louise Campbell  formte mit ,,Veryround&#8221; eine ornamentale Sitzskulptur aus 240 ineinander gesteckten Stahlkreisen. </p>
<p>Mit der Einbettung der unterschiedlichen Designideen und ¬strömungen in den historischen Kontext wird auch  die enge Verbindung von Designgeschichte zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen deutlich.  Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand das Stuhldesign noch unter einem sozialen und funktionalen Diktat:  gute Sitzqualität zu möglichst niedrigen Preisen für die Masse. Spätestens mit den Erfindungen neuer  Materialien wie Stahlrohr und Schichtholz kamen neue Herstellungstechniken hinzu. Diese Interessen wurden  Anfang der 1960er Jahre potenziert durch die Möglichkeit, Stühle im Spritzgussverfahren in Kunststoff  herstellen zu können. Die 1960er Jahre sind gekennzeichnet vom errungenen Wohlstand der Nachkriegsjahre,  aber auch von aufkeimenden gesellschaftlichen Unruhen. Die Ausstellung zeigt einige zunehmend unkonventionelle Sesseltypen, die die innere Spannung der Zeit widerspiegeln. Gaetano Pesces &#8220;Donna&#8221; von 1969 ist  nicht nur ein behaglicher Ruhesessel sondern vor allem ein politischer Kommentar zur Rolle der Frau in der  modernen Gesellschaft. Die Aussicht auf wachsende Märkte führte in der chemischen und Möbel produzierenden Industrie dazu, für die Herstellung von Kunststoffstühlen zu investieren eine Entwicklung, die  allerdings zu Beginn der 1970er Jahre, mit Ausbruch der Ölkrise 1973, an ihr vorläufiges Ende gelangt. </p>
<p>Die 1970er Jahre führten zu verhältnismäßig wenigen durchschlagenden Modellen; es sind Jahre der Kapitalismuskritik, des Konsumverzichts und der Verunsicherung der Industrie. Stefan Wewerka gibt diesen Zeitphänomenen Ausdruck, indem er mit dem ,,Classroom Chair&#8221; eine Ikone der Instabilität schafft; das Vertraute  löst sich auf, kippt weg. Der amerikanische Architekt Frank Gehry hingegen entwickelt neue Sitzmöbel aus  verklebter Wellpappe, deren Schichten so konstruiert sind, dass sie auch größtem Druck widerstehen; sein  ,,Wiggle Dining Chair&#8221; ist eine Erfindung, die weit in die Zukunft weist, ein Stuhl ohne materiellen Aufwand, mit  dem Einsatz sparsamster Mittel originell gestaltet. Am Ende des Jahrzehnts erschafft Alessandro Mendini mit  seinem Sessel &#8220;Proust&#8221; das ganze Gegenteil: ein Sitzmöbel aus (neo-)barocken Umrissformen, mit Farbzitaten  aus der Epoche des Impressionismus farbenfroh präsentiert. Mendinis Anliegen ist das historische Zitat; damit  wird der Sessel zu einem frühen Klassiker der Postmoderne, jener Architekturund Designbewegung, die  bewusst auf traditionelle Stilmittel zurückgreift, diese reflektiert und ironisch geistreich umdeutet. Architektur  und Innendekorationen werden zu einer Form des intellektuellen Spiels. </p>
<p>Dieser Ansatz ist der Funke, der um 1980 die italienische Künstlergruppe Memphis unter Ettore Sottsass und  Michele de Lucchi entzündet. Sottsass schöpft aus der Vergangenheit und den architektonischen Zeugnissen  der Weltkulturen. Ihm gelingt es, aus plastischen und architektonischen Anregungen neue Möbel mit Solitärcharakter zu entwickeln, die sich als bunt-farbige Monumente behaupten und für einige Jahre zu (an)erkannten  Geschmacksikonen werden. Memphis bringt Lust und Vergnügen in die bis dahin überwiegend grau-braune  Möbelszene, seine Produkte haben Spaßcharakter. Sie sind assoziativ, voller Anspielungen an frühere  Kulturen, mit der Freude an der Maskerade, verpoppt und Ausdrucke einer Denkungsart, die sich von der  Industrie und ihren Marktstrategien bewusst abwenden möchte. Memphis-Möbel sind handwerklich unaufwändig hergestellt, bestehen aus Spanplatten und sind mit farbigen Laminaten beklebt. Sottsass kommt das  Verdienst zu, gegen den Zeitgeist, wieder auf die Bedeutung der Ornamentik zu verweisen. </p>
<p>Während Memphis mit Einzelstücken Lust auf neue Möbel macht, gehen andere Designer in Deutschland,  England, Japan oder der Schweiz, die dem zeitgemäßen Produktdesign nahestehen, den Weg, Stühle aus  Metall zu entwerfen. Die Materialien sind Stahlrohr, Stahlblech oder Metallgitterdraht. Geistiges Vorbild sind die  aus dem Bauhaus erwachsenen Kreationen der 20er und frühen 30er Jahre; entsprechend ambitioniert sind  ihre Lösungen. Neben Norditalien behaupten sich Paris mit Philippe Starck und Barcelona als neue Hauptstädte des Designs. Starck gelingt es, in nur wenigen Jahren zahlreiche neue Stuhlmodelle in verschiedensten  Materialien zu entwerfen, die Metall, Holz aber auch Kunststoff umfassen. Starcks Philosophie zielt darauf,  möglichst neuartige Designideen zu populären Preisen auf den Markt zu bringen. Damit wird er zum Gegenpol  einer in den 80er Jahren aufkommenden Entwicklung, Designobjekte in kleinen Stückzahlen exklusiv  anzubieten. Bildende Künstler (in der Sammlung des MKG sind diese durch Donald Judd, Franz West und Bob Wilson vertreten) bringen nun Modelle auf den Markt, und nicht zufällig widmet sich die documenta des Jahres  1989 ausgiebig dem Thema Design. </p>
<p>Die 1990er Jahre versuchen zu einem Designbewusstsein zurückzukehren, das auf Schlichtheit und Einfachheit setzt und Sitzmöbel aus Naturholz anbietet. Helle Hölzer und eine konzise, rationale Grundhaltung  erfüllen den Wunsch nach klaren Formen mit warmer, natürlicher Ausstrahlung. Zahlreiche Designer wie  Jasper Morrison oder Axel Kufus, wenden sich gegen die Wohlstandseuphorie des ausgehenden Jahrhunderts. Risse im Gesellschaftsgefüge versinnbildlichen auch Werke wie Tejo Remys ,,Rug Chair&#8221;, der aus  Stoffresten besteht. In Brasilien konstruieren die Gebrüder Campana mit &#8220;Favela&#8221; einen Armlehnsessel aus  den Abfallhölzern der Slums und weisen damit auf die Not der Bewohner wie auf die kreative Möglichkeit, auch  aus minderwertigem Material gebrauchstüchtige Gegenstände zu kreieren. Auch Marcel Wanders&#8217; &#8220;Knotted  Chair&#8221; bedient sich einfachster Textilschnüre; sein Stuhl ist so konstruiert, dass er ohne feste Stützen, nur aus  der Verspannung des Netzes heraus, einen Menschen tragen kann. </p>
<p>Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts setzen Designer wie Konstantin Grcic oder die Gebrüder Bouroullec  den Ansatz, intelligente Designlösungen für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen, fort. Gleichzeitig  arbeiten junge Designer wie der Holländer Joris Laarman oder der Franzose Patrick Jouin mit digitalen  Entwurfsmethoden, mit denen sie neue Konstruktionsweisen berechnen oder Mittel des Rapid Prototyping  einsetzen. Ihre Werke haben stark experimentellen Charakter und muten wie Ideen für eine Welt von morgen  an. Andere Designer, wie etwa der Niederländer Tord Boontje, operieren mit lasergeschnittenen Blechen, mit  denen sie ornamentale Kompositionen erstehen lassen. Die meisten Objekte der jungen zeitgenössischen  Designerszene sind nur in wenigen Exemplaren hergestellt und werden heute überwiegend über Designgalerien vertrieben. Als Sitzmöbel für ein neues Zeitalter nehmen sie den elitären Impuls der 1980er Jahre  wieder auf; in geringer Auflage produziert, stehen sie im Rang singulärer Kunstwerke. Museen, denen es  gelingt, diese direkt vom Künstler zu erwerben, zeigen damit Modelle, die noch gänzlich &#8220;sehfrisch&#8221; sind und zu  unmittelbaren Reflektionen Anlass geben. </p>
<p>Das MKG besitzt als eines der führenden Museen seiner Art in Deutschland eine umfangreiche Sammlung zur  Geschichte des Designs des 20. Jahrhunderts. Ihr Herzstück ist die Sammlung der Sitzmöbel, die hunderte  von Modellen aus allen Designepochen und den wichtigsten Ländern Europas, aber auch aus Australien,  Japan, den USA und Brasilien enthält. Unter den Namen ihrer Entwerfer finden sich weltbekannte Namen wie  William Morris, Peter Behrens, Henry van de Velde, Le Corbusier, Mies van der Rohe, Alvar Aalto, Eero  Saarinen, Charles Eames und viele andere. </p>
<p><strong>Designer und Künstler:</strong> Eero Aarnio, Ron Arad, Archizoom, Teppo Asikainen, Gijs Bakker, Helmut Bätzner,  Mario Bellini, Günter Beltzig, Ricardo Blumer, Matteo Borghi, Tord Boontje, Mario Botta, Andrea Branzi,  Fernando und Humberto Campana, Louise Campbell, Joe Cesare Colombo, Paolo Deganello, Tom Dixon, Uwe  Fischer, Formfürsorge, Piero Gatti, Frank Gehry, Ginbande Design, Konstantin Grcic, Gruppo Strum, Geoffrey  Harcourt, Klaus Achim Heine, Patrick Jouin, Donald Judd, Anderl Kammermeier, Toshiyuki Kita, Poul  Kjaerholm, Gunter König, Axel Kufus, Shiro Kuramata, Angela Kurrer, Joris Laarman, Paolo Lomazzi, Ross  Lovegrove, Michele de Lucchi, Vico Magistretti, Peter Maly, Enzo Mari, Javier Mariscal, Alessandro Mendini,  Jasper Morrison, Marc Newson, Katsuhito Nishikawa, Verner Panton, Cesare Paolini, Jonathan de Pas, Pierre  Paulin, Maurizio Peregalli, Gaetano Pesce, Giancarlo Piretti, Tom Price, Dieter Rams, Bernard Rancillac, Vladi  Rapaport, Karim Rashid, Tejo Remy, Günter Ferdinand Ris, Herbert Selldorf, Gigi Sabadin, Hubert Matthias  Sanktjohanser, Peter Schmitz, Stiletto, Ettore Sottsass, Philippe Starck, Studio 65, Roger Tallon, Kasanori  Umeda, Donato d&#8217;Urbino, Marcel Wanders, Franz West, Stefan Wewerka, Robert Wilson, Tokujin Yoshioka u.a.</p>


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		<title>Monica Bonvicini und Matias Faldbakken</title>
		<link>http://www.artlog.de/monica-bonvicini-und-matias-faldbakken-in-der-kunsthalle-fridericianum/</link>
		<comments>http://www.artlog.de/monica-bonvicini-und-matias-faldbakken-in-der-kunsthalle-fridericianum/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 03:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthalle Fridericianum]]></category>
		<category><![CDATA[Matias Faldbakken]]></category>
		<category><![CDATA[Monica Bonvicini]]></category>

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		<description><![CDATA[Monica Bonvicini BOTH ENDS
Monica Bonvicinis Werkschau BOTH ENDS führt in der Kunsthalle Fridericianum wichtige Arbeiten aus den letzten 15 Jahren mit speziell für diese Ausstellung produzierten Werken in einem neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
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<p>28.08.10 - 14.11.10: <strong><a href="http://www.fridericianum-kassel.de" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Kunsthalle Fridericianum</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=Friedrichsplatz+18,Kassel,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Friedrichsplatz 18</a>, Kassel, 	
Telefon: 0561-70727-20<br>


	





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</p</dl> <br><p><strong>Monica Bonvicini BOTH ENDS</strong></p>
<p>Monica Bonvicinis Werkschau BOTH ENDS führt in der Kunsthalle Fridericianum wichtige Arbeiten aus den letzten 15 Jahren mit speziell für diese Ausstellung produzierten Werken in einem neuen Kontext zusammen. Die Künstlerin richtet den Fokus dabei ebenso radikal wie rigoros auf den Raum in Bezug auf Machtstrukturen und Geschlecht.</p>
<p>Bereits beim Eintreten in die Ausstellung werden die Besucher/innen von der stark und rhythmisch leuchtenden Aussage Built for Crime empfangen, deren gewaltige Buchstaben von der Decke hängend den Raum beherrschen und mit der Bonvicini auch einen Bezug zum Gebäude und dessen Geschichte herstellt. Im angrenzenden Flügel konfrontiert die Arbeit A Romance nicht nur mit architektonischen Erfahrungen, sondern macht den Raum auch psychosozial erlebbar. Die Installation zerteilt den großzügigen Ausstellungsraum des Fridericianums mit Stahlträgern und darin eingepasstem zerschlagenen Sicherheitsglas, das nur verengte Durchgänge zulässt. Anspielend auf gesellschaftlich verbreitete Ängste im geschlossenen Raum oder auf öffentlichen Plätzen, wird hier ein Hinweis auf Geschlecht und geschlechtlich zugeordnete Räume gegeben.<br />
Auch Konzeptarbeiten gehören in das vielfältige Repertoire der Künstlerin wie die Serie What Does Your Wife/Girlfriend Think of Your Rough And Dry Hands? bestehend aus knapp 400 Fragebögen, die Bonvicini von Bauarbeitern beantworten ließ und nun streng gerahmt in der Ausstellung präsentiert. Sowohl untermauert als auch erweitert werden die installativen und konzeptuellen Arbeiten durch Bonvicinis grafisches Œuvre. Mit Werken wie Kill your Father (2001), These Days Only a Few Men Know What Work Really Means (1999) oder mit den Farbdrucken Nude in the Workshop (2009) thematisiert sie direkt und unvermittelt Macht, Geschlecht und Sexualität.</p>
<p><strong>Katalog: </strong>Zur Ausstellung BOTH ENDS ist eine Monografie mit Texten von Vanessa Joan Müller und Ursula Maria Probst sowie 135 Abbildungen und einer zusätzlichen Bildbeilage im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen.</p>
<p><strong>Matias Faldbakken THAT DEATH OF WHICH ONE DOES NOT DIE</strong></p>
<p>Für seine Radikalität und Provokation international bekannt, setzt Matias Faldbakken diese künstlerische Haltung auch in seiner Ausstellung THAT DEATH OF WHICH ONE DOES NOT DIE in der Kunsthalle Fridericianum um. Vor dem Hintergrund der traditionsreichen Geschichte des Hauses entwickelt Faldbakken ein Gegenkonzept, das sich einerseits in einer salonartigen Präsentation und andererseits in materieller und visueller Zurücknahme äußert sowie einen vandalisierenden Gestus offenbart.</p>
<p>Mit der Architektur des großzügigen musealen Raums sowohl spielend als auch opponierend zeigt der Künstler seine 25 Werke umfassende Serie der &#8220;garbage bag drawings&#8221;. Diese Arbeiten, die auch als Weiterentwicklung seiner bekannten Tape-Serien verstanden werden können und speziell für die Kasseler Ausstellung entstanden sind, weisen abstrahierte Abkürzungen und Akronyme auf, die beabsichtigt flüchtig mit Marker und Tape auf großen Müllsäcken gezeichnet sind. Die Säcke selbst sind einheitlich und präzise gerahmt und stellen somit eine direkte Auseinandersetzung mit der konventionellen Kunstpräsentation her. </p>
<p>Dieser Motivation entsprechend bestimmen die &#8220;garbage bag drawings&#8221; den gesamten Hauptflügel sowie Teile des Seitenflügels der Kunsthalle Fridericianum. In geordneter Reihung gehängt verweisen nur die Zeichnungen auf eine Irregularität, die sich im anschließenden Seitenflügel vollends in Unordnung und Chaos auflöst. Die Säcke sind dort überwiegend ungerahmt und ohne Struktur an den Wänden befestigt, dabei sowohl sich selbst als auch die Fenster überlappend. Die Auflösung der Ordnung in Chaos wird von einer Installation aus Feuerlöscherschaum untermauert. Diese Gemeinschaftsarbeit mit dem norwegischen Künstler Anders Nordby überlagert die Wände und einen Großteil des Bodens, so dass das Material von den Besucher/innen mitgetragen und verbreitet wird. Destruktion und Vandalismus erweisen sich hier als die Grundpfeiler einer Kunstproduktion, die letztlich auch sich selbst verneint. (Medienmitteilung)</p>


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		<title>Timo Kahlen: Noise &amp; Beauty</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 18:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Starke]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Kahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Klangbildhauer und Medienkünstler Timo Kahlen (* 1966) realisiert seit über 25 Jahren feinsinnige, irritierende und betörende, zum Teil vergängliche Medienskulpturen und Klanginstallationen, die stets die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern. [...]]]></description>
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	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
<p>10.09.10 - 25.09.10: <strong><a href="http://www.stiftungstarke.de" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Stiftung Starke / Löwenpalais</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=Koenigsallee+30+%E2%80%93+32,Berlin,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Koenigsallee 30 – 32</a>, Berlin, 	
Telefon: 030 &#8211; 825 7685<br>


	





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</p</dl> <br><div id="attachment_3210" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><img src="http://www.artlog.de/wp-content/uploads/2010/09/Timo-Kahlen.jpg" alt="" title="Timo-Kahlen" width="425" height="534" class="size-full wp-image-3210" /><p class="wp-caption-text">Timo Kahlen: Datenaustausch, 2010</p></div>
<p>Der Klangbildhauer und Medienkünstler Timo Kahlen (* 1966) realisiert seit über 25 Jahren feinsinnige, irritierende und betörende, zum Teil vergängliche Medienskulpturen und Klanginstallationen, die stets die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern. Kahlen reizt es, die Grenzen der einzelnen künstlerischen Gattungen zu überschreiten und um ungewöhnliche Materialien und überraschende Ansätze zu erweitern. </p>
<p>Sein vielschichtiges Werk, seine Arbeit mit so unterschiedlichen und zugleich stets immateriellen, ephemeren Materialien wie Wind und Dampf, Licht und Schatten, Geräusch, Vibration und Klang, ist seiner Zeit oft voraus. Es wurde sowohl nominiert für den “Deutschen Klangkunst-Preis“ (2006), als auch den “Kahnweiler-Preis für Skulptur“ (2001) und den “Preis für Junge Europäische Photographen“ (1989); wurde vorgeschlagen für Professuren für Medienkunst, Lehraufträge, Projektstipendien und Arbeitsaufenthalte, und erhielt die Wertschätzung der Teilnahme an mehr als neunzig Ausstellungen zeitgenössischer Medienkunst seit Mitte der 80er Jahre, darunter die Einladungen zur “Manifesta 7“ (Italien 2008), zur “Sound Art“ (Marl / Köln / Duisburg 2006 &#8211; 07), zu “Wireless Experience“ (Helsinki 2004), zu “Zeitskulptur“ (Linz 1997) und zur Einzelausstellung &#8220;Arbeiten mit Wind&#8221; in den KUNST-WERKEN (Berlin 1991). (Medienmitteilung)</p>
<p>Öffnungszeiten: Mo &#8211; Do  9 &#8211; 18 Uhr, Fr 9 – 16</p>


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