Ausstellungen und Kunstblog
09.09.10
- 29.10.10
Günter Swiderski (Details)
Baden-Badener Kunstforum
03.09.10
- 07.11.10
Das Verlangen nach Form: O Desejo da Forma. Neoconcretismo und zeitgenössische Kunst aus Brasilien (Details)
Akademie der Künste
31.07.10
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Miss Preussen 2010: Drei Ausstellungen für die Königin (Details)
Schloss Charlottenburg
30.07.10
- 10.10.10
Vom Esprit der Gesten: Hans Hartung
Kulturforum Potsdamer Platz – Kupferstichkabinett
16.07.10
- 19.09.10
Shifting Media: New Role of Photography (Details)
C/O Berlin
13.07.10
- 03.10.10
Bunte Götter. Die Farbigkeit antiker Skulptur (Details)
Pergamonmuseum
01.07.10
- 10.10.10
Teotihuacan: Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt (Details)
Martin-Gropius-Bau
26.06.10
- 10.10.10
Being Singular Plural: Moving Images from India (Details)
Deutsche Guggenheim
25.06.10
- 24.10.10
Burg und Herrschaft
Ausstellungshalle des Deutschen Historischen Museums – Pei-Bau
02.07.10 - 31.08.10: Temporäre Kunsthalle
Schlossplatz 1, Berlin,
Telefon: 030 20453650?
Eintritt: Not sure
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FischGrätenMelkStand ist der Titel des Abschlussprojekts der Temporären Kunsthalle Berlin, das der Künstler John Bock kuratiert. Wie die vorangegangenen von Künstlerinnen und Künstlern kuratierten Ausstellungen stellt auch sein Konzept eine ausgeprägt subjektive künstlerische Perspektive in den Mittelpunkt.
Für FischGrätenMelkStand hat John Bock eine virtuose Meta-Struktur entwickelt, in der er die Werke von 63 Künstlern, Architekten und Komponisten installiert. Neben Installationen, Filmen, Modellen und Skulpturen finden sich darin auch historische Filmrequisiten, Partituren, Bücher und Fanartikel. Der aus der Milchviehwirtschaft entlehnte Begriff „Fischgrätenmelkstand“ bezeichnet die formale Struktur eines Gruppenmelkstandes und ist titelgebend für die elf Meter hohe Stahlkonstruktion, die auf vier Ebenen unterschiedliche Raumsituationen schafft und die einzelnen Arbeiten in einer Art Gesamtkunstwerk vereint. Die begehbare Installation hat nahezu die Dimensionen eines Berliner Mietshauses, mit einer Grundfläche von knapp 150 qm pro Etage. Die darin eingepasste, provisorisch wirkende Raumarchitektur besteht aus einem Materialsammelsurium wie Wellblech, Holz, Autoreifen, Decken, Socken oder verbrannten Pizzas.
Im Gegensatz zum klassischen White Cube bietet dieses dichte Szenario den ausgestellten Arbeiten alles andere als einen neutralen Rahmen. Innerhalb der gleichermaßen funktionalen wie grotesken Struktur fusionieren die Kunstwerke mit dem sie umgebenden Raum oder stehen in scharfem Kontrast dazu. Auf diese Weise erzeugt John Bock überraschende, poetische, formale sowie inhaltliche Verknüpfungen und Widersprüche, die auf Popkultur, Architektur, Film, Wissenschaft und Alltag ebenso Bezug nehmen wie auf Parapsychologie, Musik und Mode.
In seinen eigenen Arbeiten befasst sich John Bock mit offenen Strukturen, für die er absurde Formen von ebenso verspielter wie zwingender innerer Logik findet. Aus dem Ineinandergreifen verschiedener Medien – Skulptur, Installation, Film, Performance – entsteht sein vielfältiges Werk, innerhalb dessen der Künstler häufig selbst als Protagonist auftritt und in unübersichtlichen, surrealen Versuchsanordnungen seinen Kosmos erläutert. Für FischGrätenMelkStand dreht John Bock dieses Prinzip um und erlaubt dem Betrachter an seiner Stelle das prekäre Gebilde, dessen bizarren Raumkonstellationen und die darin enthaltenen Kunstwerke zu erforschen. (Medienmitteilung)
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