Ausstellungen und Kunstblog
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Kunstforum Ostdeutsche Galerie
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Mythos Burg (Details)
Germanisches Nationalmuseum
15.01.10 - 11.04.10: Haus der Kunst
Prinzregentenstrasse 1, MĂĽnchen,
Telefon: 089-21127-113
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Tagtäglich ereignen sich Dinge, die das Potenzial haben, Geschichte zu schreiben. Aber wer entscheidet, welche Ereignisse Teil des historischen Kanons werden? Wessen Geschichte wird erzählt und von wem? In der Ausstellung “Goldene Zeiten” nähern sich diesem Thema vier KĂĽnstler auf jeweils einzigartige Weise: Steven Claydon, Diango Hernández, Mai-Thu Perret und Sung Hwan Kim.
Geschichte ist für die Künstler dieser Ausstellung immer auch eine Frage von Interpretation, Erzählung und Fiktion .
Der erste Teil von “Goldene Zeiten” zeigt in klassisch musealer Präsentation Skulpturen und Installationen von Steven Claydon, Diango Hernández und Mai-Thu Perret. Die Filminstallation von Sung Hwan Kim bildet den zweiten Teil der Ausstellung und wird Filmprojekte in der groĂźen Mittelhalle im Haus der Kunst gezeigt.
Steven Claydon (geb. 1969 in London; lebt in London) beschäftigt sich mit dem Motiv der Verehrung und mit der Repräsentation von Verehrtem. Darunter fallen Darstellungen von historischen Persönlichkeiten in Denk- bzw. Mahnmälern, okkulte Objekte oder die von politischen und kulturellen Gruppierungen zur Selbstdarstellung eingesetzten Mittel wie beispielsweise Fahnen und Symbolik.
Die Präsentation von Diango Hernández (geb. 1970 Sancti Spiriti, Kuba; lebt in DĂĽsseldorf) wird bestimmt von “Years” (2008), einer fragilen Konstruktion aus verrostetem Stahl. Dieser skelettartige Raumteiler setzt sich aus den Ziffern der Jahre 1959 bis 2008 Zusammen. Die Jahreszahlen umfassen die Amtszeit Fidel Castros, von dessen Antritt als Premierminister im Jahr 1959 bis zu seinem altersbedingten RĂĽcktritt im FrĂĽhjahr 2008. “Years” bildet somit das Raster oder die Brille, durch die man die weiteren Arbeiten von Diango Hernández in diesem Raum betrachten kann: die Geschichte Kubas von der Revolution bis heute.
Mai-Thu Perret (geb. 1976 in Genf; lebt in Genf) hat Literaturwissenschaft studiert und überträgt Erzähltechniken des Romans auf die bildende Kunst. Dabei dehnt und erweitert sie den Begriff von Autorschaft, Realität und Fiktion so stark, als wollte sie die Methoden der Literaturwissenschaft ad absurdum führen.
Ihr Projekt “The Crystal Frontier” (seit 1998) besteht aus den fiktiven Dokumenten einer ebenfalls fiktiven Frauenkommune in der WĂĽste von New Mexico.
Im Haus der Kunst zeigt Mai-Thu Perret nun ein neues Projekt, das sie als ein mögliches historisches Vorbild ihrer fiktiven Frauenkommune ansieht, als deren “archetypische mögliche Vergangenheit”: ein Film, der sich mit dem Bildhauer-Ehepaar Katarzyna Kobro und Wladyslaw Strzeminski beschäftigt, beide Hauptfiguren der polnischen Avantgarde der 1920er-Jahre.
Der Film wird auf die vergrößerte, pavillonähnliche Version einer konstruktivistischen Skulptur von Katarzyna Kobro projiziert.
Sung Hwan Kim (geb. 1975 in Seoul, SĂĽdkorea; lebt in New York) hat fĂĽr die Präsentation seiner Filme, u.a. “Dog Video” (2006), “Summer Days in Keijo” und “From the Commanding Heights…” (beide 2007) die groĂźe Mittelhalle im Haus der Kunst gewählt. Sung Hwan Kim ist ein Geschichtenerzähler. Einige seiner Geschichten wirken wie Traumbilder, andere basieren auf tatsächlichen Ereignissen. dem Stoff, aus dem GerĂĽchte, Mythen und Legenden und sogar Geschichte selbst gemacht sind.
“ Goldene Zeiten: Was macht Geschichte aus? ”
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