Im Raum für Fotografie zeigt das Sprengel Museum Hannover eine Werkschau der Münchner Künstlerin Katharina Gaenssler (*1974). Die Ausstellung umfasst 22 Buchwerke in insgesamt 85 Bänden – Buchwerke, die, handgebunden, jeweils nur in einer geringen Auflage existieren.
Für Katharina Gaenssler fungiert das Einzelbild als Detail eines Bilderflusses. Dieser formuliert sich während der Bewegung durch einen Raum – sei es ein Atelier, eine Bibliothek, eine Gefängniszelle, eine Stadt, ein Land, oder eine Intimität. Die Künstlerin zerlegt diese Räume mittels der Kamera in eine Unzahl von Bildern und fügt sie dann in Büchern, mitunter auch in räumlichen Installationen, wieder zusammen. So entstehen etwa in einem ehemaligen KGB-Gefängnis in Potsdam 14.355 Bilder, die Gaenssler in neun Bänden bündelt. Auf einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn drückt sie 8.764 Mal auf den Auslöser. Das Resultat ist ein dreizehnbändiges Buchwerk. Jede Fotografie ist – als Bestandteil des Ganzen – von gleicher Wichtigkeit. Die Subjektivität des fotografischen Impulses bricht sich in der Mechanik des Aufnahmevorganges. Gleichzeitig ist die Kamera das Instrument, das es der Künstlerin erlaubt, vom visuellen Material Besitz zu ergreifen, es sich einzuverleiben: Das im Prozess des Fotografierens Gesehene ist individuell ›gesichert‹ und als solches jederzeit abrufbar.
Mich beeindruckt die Darstellung der Arbeit von Katharina Gaenssler sehr. Ich finde die Idee, ein Erlebnis in tausende Bilder zu zerlegen und dann wieder zusammenzufügen eine sehr gute Sache. So kann man nach dem Erlebnis, die Eindrücke verarbeiten und auch andere detailliert an das Erlebnis teilhaben lassen.
Ich werde die ARbeit von Katharina Gaenssler im Internet verfolgen und hoffe, irgendwann auch eine Arbeit real zu sehen.
Gruß Susanne
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