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Es ist sicher, ich male und zeichne nicht den „Gegenstand“ Körper – sondern ich male Empfindungen vom Körper. Maria Lassnig, 1999

Landmädchen, 2001, Öl auf Leinwand, 125 x 100 cm © Maria Lassnig Foto: Lena Deinhardstein MUMOK Wien
Seit über sechs Jahrzehnten setzt sich Maria Lassnig in Malerei und Zeichnung mit der Wahrnehmung und Darstellung von inneren Körperempfindungen auseinander. Bereits ihre frühen Bilder aus den 1940er Jahren nannte sie programmatisch „Körperbewusstseins-Zeichnungen“. Durch Aufenthalte in Paris kam sie zwar wenig später mit Surrealismus und Informel in Kontakt. Doch selbst bei ihren ungegenständlich-geometrischen Bilder, mit denen sie in ihrer österreichischen Heimat zur wichtigsten Vertreterin der Nachkriegs-Abstraktion avancierte, ging sie von subjektiven Gefühlseindrücken aus.
Ende der 1960er Jahre siedelte Lassnig nach New York über. Dort wird ihre Motivauffassung wesentlich realistischer. Neben Gemälden entstanden außerdem mehrere Animationsfilme, ein Medium, das Lassnig in der Folge immer wieder aufgegriffen hat, so zuletzt in „Kantate“, in dem sie 1992 ihre Lebensgeschichte als Videoclip verfilmte. Einem Ruf der Hochschule für angewandte Kunst folgend kehrte Lassnig 1980 nach Wien zurück. Im selben Jahr vertrat sie zusammen mit Valie Export Österreich auf der Biennale in Venedig. 1982 und 1997 nahm sie an der documenta teil. In den letzten Jahren ist das Werk von Lassnig, die im vergangenen September ihren 90. Geburtstag gefeiert hat, in zahlreichen internationalen Institutionen gewürdigt worden.
Die von der Künstlerin mitgestaltete Präsentation des Lenbachhauses gibt einen Überblick über ihr Schaffen der letzten zehn Jahre. Unter den über vierzig, teilweise großformatigen Bildern befinden sich auch neue, bisher noch nie gezeigte Werke. Darüber hinaus werden in der Schau sämtliche filmischen Arbeiten seit den 1970er Jahren vorgeführt.
Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Distanz Verlag, 144 Seiten, reich bebildert, mit Essays in deutscher und englischer Sprache von Helmut Friedel, Matthias Mühling und Jennifer Higgie sowie einer Epistel von Durs Grünbein.
“ Maria Lassnig: Die Kunst, die macht mich immer jünger ”
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