Ausstellungen und Kunstblog
10.07.10
- 08.08.10
Michael Riedel: The quick brown fox jumps over the lazy dog (Details)
Kunstverein
02.07.10
- 28.08.10
Mat Hennek: Woodlands and beyond… (Details)
Flo Peters Gallery
18.06.10
- 29.08.10
Sergey Bratkov & Nobuyoshi Araki (Details)
Deichtorhallen
13.06.10
- 03.10.10
Picasso: Der Stier und das Mädchen
Ernst-Barlach-Haus
11.06.10
- 19.09.10
Barock aus Antwerpen: Rubens, van Dyck, Jordaens
Bucerius Kunst Forum
04.06.10
- 12.09.10
Segeln, was das Zeug hält. Niederländische Gemälde des Goldenen Zeitalters
Kunsthalle Hamburg
28.05.10
- 12.09.10
Klimakapseln – Überlebensbedingungen in der Katastrophe (Details)
Museum für Kunst und Gewerbe
22.04.10
- 01.08.10
Eine Frage der Zeit. Vier Fotografinnen im Hamburg der Zwanziger Jahre (Details)
Museum für Kunst und Gewerbe
21.03.10
- 16.01.11
Body & Soul. Menschenbilder aus vier Jahrtausenden (Details)
Museum für Kunst und Gewerbe
07.11.09 - 21.02.10: MARTa Herford
Goebenstraße 4 – 10, Herford,
Telefon: 05221/994430-0
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29.04.10 - 30.05.10: Deichtorhallen
Deichtorstr. 1-2, Hamburg,
Telefon: 040-325287-04
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Das Projekt zur Förderung junger Fotografen, „gute aussichten – junge deutsche fotografie 2009/2010″ beginnt seine Ausstellungsreise im Marta in Herford. Zu sehen sind Fotografien der diesjährigen Gewinner von “gute aussichten”. Darunter Georg Brückmann, Philipp Dorl, Sonja Kälberer, Ute Klein, Ingo Mittelstaedt, Mona Mönnig, Shigeru Takato, Anna Simone Wallinger.
Bereits zum sechsten mal bereitet “gute aussichten” eine einzigartige Zusammenschau dessen, was in den letzten 12 Monaten an junger Fotografie in Deutschland entstanden ist.
Die Ausstellung “gute aussichten – junge deutsche fotografie 2009/2010″ wird vom 29. April bis zum 30. Mai 2010 in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen sein, anschließend vom 11. Juni bis 31. Juli 2010 im Art Foyer der DZ Bank in Frankfurt. International wird “gute aussichten 2009/2010″ in Auszügen ab Anfang Juni bis Ende Juli 2010 als offizieller deutscher Beitrag zum internationalen Festival “Photo Espana” in Madrid im Goethe Institut und von Mitte Juni bis Ende August 2010 im Goethe Institut Washington DC vertreten sein.
Weitere Ausstellungsstationen werden gegebenenfalls auf der Homepage von gute aussichten veröffentlicht.
Die Gewinner 2009/2010:
Josefine Raab beschreibt die diesjährigen Arbeiten als eine“ Abwendung von medienimmanenten Möglichkeiten der Fotografie wie Spontaneität, Schnelligkeit und subjektive Kamera hin zum sorgfältigen Arrangement und der Schaffung eigenständiger Bildwelten, die Erforschung und Erweiterung der darstellenden Möglichkeiten der Fotografie und die Erprobung genreübergreifender Techniken”.
Ganz im Gegensatz zu der vor kurzem noch verbreiteten Herangehensweise etwa eines Wolfgang Tilmanns gewinnt die geplante Inszenierung, das Arrangement also deutlich an Bedeutung.
Georg Brückmann beispielsweise bedient sich in seiner Serie in situ gleich mehrfach malerischer Praktiken der illusionistischen Täuschung und umkreist in seinen Studienblättern und selbstgebauten Objekten “die imaginierte Ergänzung” des Sichtbaren. Dabei werden Perspektive und Kontext als konstituierende Elemente menschlicher Wahrnehmung an bekannten Ikonen des Designs und der Malerei durchdekliniert.
Die aus Fotografie und bewegtem Bild bestehende Installation von Philipp Dorl „…nach Maß, Zahl und Gewicht“ schwingt zwischen Malerei und Fotografie, zwischen sicherer Wahrnehmung und optischer Täuschung. “Der Raum entsteht” so Philipp Dorl, “durch ein kalkuliertes Zusammenfügen von Spiegelbild, schräger Aufsicht, nivellierten Fluchten und Verkehrung des Betrachterstandpunktes lediglich – aber zwingend – im Bewusstsein des zentralperspektivisch konditionierten Betrachters”.
Sonja Kälberer arrangiert in ihrer Arbeit bel composto komplette Interieurs, die einer Reise ins Unbewusste entsprungen zu sein scheinen. Ein bewohntes Zimmer verwandelt sich zu einer dunklen Kammer und wird zu einem konstruierten Gegenbild des täglich darin stattfindenden Lebens und führt den Betrachter in verborgene Seelenlandschaften und Abgründigkeiten seiner Existenz.
In Resonanzgeflechte – Leibhafter Raum erkundet Ute Klein die skulpturale wie gestische Ausdruckskraft von Körpern im Zusammenspiel mit dem sie umgebenden Bildraum. Kleidung und Ausstattung des Sets werden gezielt ausgewählt und arrangiert. Ihre Protagonistenbewegen sichinnerhalbt eines geschaffenen Raums nach vorgegebenen Handlungsanweisungen. Die Verschlingungen der Körper – sowohl ineinander als auch verschränkt mit dem Raum – gewähren Einblicke in tief liegende Beziehungsgeflechte und subjektive Wesenszüge der darstellenden Paare.
Capsules von Ingo Mittelstaedt behandelt im weitesten Sinne das Genre des Stilllebens. Seine lose Aneinanderreihung teils arrangierter, teils vorgefundener Bilder erhebt nicht den Anspruch einer verborgenen Botschaft, sondern ist vorrangig Zeichen einer individuellen Aneignung des Fotografen. Ein visuelles Skizzenbuch, das Eindrücke einer Reise ebenso enthält und verarbeitet, wie im Atelier entstandene Objekte.
Mona Mönnig versammelt in Man-made Wonders ein Naturalienkabinett der besonderen Art: Fotografien von Rassetieren – Minipferden oder nackten Katzen – kombiniert sie mit sorgfältig arrangierten Tierteilen. Die Tiere werden in speziellen Foren und Veranstaltungen in einer genau festgelegten Art und Weise zur Schau gestellt, welche die Fotografin mit ihrer Darstellung subtil unterläuft.
Shigeru Takato hat in seiner Serie cosmos Orte aufgesucht, die entweder aus wissenschaftlichen Versuchen, aus der Legendenbildung oder durch die Einwirkung von Meteoriten vor Millionen vor Jahren eine dem Unwissenden verborgene Verbindung zum Weltraum aufweisen.
Anna Simone Wallinger fotografierte in einer Containerunterkunft für Asylbewerber in Berlin. Sie erlaubten ihr den Zutritt zu ihrem Wohnraum und zu ihrer ganz persönlichen Geschichte. Jeweils einen Tag verbrachte sie mit den Betroffenen und gab ihnen Raum, sich selbst in Szene zu setzten.
“ On Tour: Gute Aussichten 2009/2010 ”
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