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	<title>artlog &#187; Ai Weiwei</title>
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	<description>Ausstellungen und Kunstblog</description>
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		<title>Ai Weiwei: Barely Something</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ai Weiwei]]></category>

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		<description><![CDATA[Ai Weiwei ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Einer breiten Öffentlichkeit im Westen ist er durch seine spektakulären Beiträge für die documenta 12 (2007) und seine Mitarbeit am Vogelnest, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
	<h3>Informationen zur Ausstellung</h3>
<dl class="featured">
<p>19.03.10 - 20.09.10: <strong><a href="http://www.stiftung-dkm.de" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Galerie DKM</a></strong><br> <a href="http://maps.google.com/maps?&amp;q=Philosophenweg+17A,Duisburg,DE" class="gigpress-address" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">Philosophenweg 17A</a>, Duisburg, 	
Telefon: 0203-93555470<br>


	





<a href="http://www.google.com/calendar/event?action=TEMPLATE&amp;text=Nordrhein-Westfalen+beim+Galerie+DKM&amp;dates=20100318T230000Z/20100919T230000Z&amp;sprop=website:http%3A%2F%2Fwww.artlog.de%2Faktuelle-ausstellungen%2F&amp;sprop=name:Nordrhein-Westfalen&amp;location=Galerie+DKM%2C+Philosophenweg+17A%2C+Duisburg%2C+DE&amp;details=Ausstellung%3A+Ai+Weiwei+-+Barely+Something.+&amp;trp=true;" target="_blank" title="(öffnet in einem neuen Fenster)">zu Google Kalender hinzuf&uuml;gen</a> | <a href="http://www.artlog.de/?feed=gigpress-ical&amp;show_id=1164">Cali herunterladen</a> 
</p</dl> <br><p><strong>Ai Weiwei </strong>ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Einer breiten Öffentlichkeit im Westen ist er durch seine spektakulären Beiträge für die documenta 12 (2007) und seine Mitarbeit am Vogelnest, dem Olympiastadion in Peking, bekannt geworden. Geht es heute um China, um das ambivalente Faszinovum eines introvertierten Reiches, das sich der Globalisierung nicht nur öffnet, sondern zu ihrem maßgeblichen Schrittmacher Wird, so ist Ai aus der Diskussion nicht mehr wegzudenken. Dabei verfügt der Künstler über eine breite Palette von Ausdrucksformen, zu denen neben objektbezogenen und installativen Arbeiten sowie Architekturprojekten auch das gesellschaftspolitische Engagement zählt. Sein Blog dokumentiert nicht nur tagebuchartig die Begegnungen und Erlebnisse eines `individuellen Bewußtseins´, sondern nutzt die prekären Privilegien eines international bekannten Künstlers in China  zur Artikulation und Mobilisierung einer regierungskritischen Öffentlichkeit.</p>
<p>Die Ausstellung im DKM, realisiert anläßlich der Metropole Ruhr 2010, wird sich der Faszination, die von dieser schillernden Künstlerpersönlichkeit ausgeht, nicht entziehen. Dennoch gilt es, mit einigen Klischees aufzuräumen, die aus einer unterkomplexen Betrachtung sowohl des chinesischen Reiches und seines politischen Systems als auch der poetischen Möglichkeiten eines globalen Künstlers erwachsen. Ai ist weder der Dissident, dem man im Westen ganze Feuilletonseiten einräumt, noch Mr. Big, der Mann der großten ästhetischen Geste. Er kann das sein. Er kann diese Parts übernehmen, doch nur weil er in erster Linie ein konzeptueller Künstler ist.  Ein Künstler mit einem nüchternen Blick für die Möglichkeiten, die ihm die Welt eröffnet, und für die unhintergehbare Fragilität der Zusammenhänge. Die Ausstellung im DKM macht es sich zum Anliegen, genau diese konzeptuelle Intelligenz und Sensibilität für das Fragile herauszuarbeiten. Neben aktuellen Werken konzentriert sie sich auf beispielhafte Arbeitsformen aus der Frühphase des Künstlers, die ihn bereits als Chronisten des stets abgründigen, manchmal nihilistischen Alltags ausweisen, aber auch als Akteur innerhalb einer unstrukturierten chinesischen Kunstszene, als Kurator inoffizieller Ausstellungen und als Herausgeber von Anthologien, die gezielt künstlerische Bildungsdefizite in China adressieren. Erst auf der Grundlage einer solchen konzeptuellen Perspektive erschließt sich Ais ebenso flexibler wie gefaßter Werkbegriff, der gleichermaßen Raum läßt für die Integration von traditionellem chinesischem Handwerk (mit Holz und Porzellan) wie für die Organisation von Gruppen (1001 Chinesen in Kassel), oder die Initiative zu einer informellen, antisystemischen Recherche (über die verschwiegenen Erdbebenopfer in Sichuan).</p>
<p>Der antiquarische Rückbezug ist ein Merkmalder chinesischen Gelehrtenkultur, mit der Ai über alle Brüche der Moderne hinweg kommuniziert. Angesichts schierer Gewalt, sei es in Gestalt totalitärer Gehirnwäschen oder brutaler Modernisierungsvorhaben, war es dem Künstler stets ein Anliegen, die Neuheit der Tradition zu belegen. Das Museum DKM verfügt über eigene Bestände an antiken chinesischen Artefakten. Für eine Ausstellung mit Werken von Ai bildet es einen spannungsvollen Rahmen, weil das Antike hier seinen exotischen Charakter abstreifen und sich als lebendiger, eben zeitgenössischer Kontext erweisen kann. (Medienmitteilung)</p>


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		<title>Ai Weiwei im Haus der Kunst</title>
		<link>http://www.artlog.de/ai-weiwei-im-haus-der-kunst/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 10:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[von der Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ai Weiwei]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.artlog.de/wp-content/uploads/2010/01/aiweiwei-hdk-130x130.jpg" alt="aiweiwei-hdk" title="aiweiwei-hdk" width="130" height="130" align="left" hspace="4" />Die Ai Weiwei Ausstellung in München geht in die letzte Woche. Wer noch nicht dort war sollte hingehen, schon allein des Wollteppichs wegen, der dem Boden im HdK bis auf den kleinsten Punkt nachempfunden ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.artlog.de/ai-weiwei-so-sorry/">Ai Weiwei</a> Ausstellung im <a href="http://www.hausderkunst.de/">Haus der Kunst</a> geht in die letzte Woche. Wer noch nicht dort war und die Chance hat, sollte hingehen. Allein der Wollteppich “Soft Ground”, der den Bodenfliesen im HdK bis auf den kleinsten Punkt nachempfunden ist lohnt die Reise. Aber auch die weiteren Arbeiten sind neben ihrer überdeutlichen Symbolik auch schlicht schön anzusehen.</p>
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		<title>Ai Weiwei: So sorry</title>
		<link>http://www.artlog.de/ai-weiwei-so-sorry/</link>
		<comments>http://www.artlog.de/ai-weiwei-so-sorry/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 13:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ai Weiwei]]></category>

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		<description><![CDATA[Ai Weiwei ist der Sohn des Dichters Ai Qing, der von Mao hoch geschätzt wurde. Während der Kulturrevolution wurden Ai Qing und seine Familie aus Peking in die Wüste Gobi verbannt, wo Weiwei als ältester Sohn mit Gelegenheitsarbeiten als Koch, Putzkraft und Friseur zum Auskommen der Familie beitrug. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressetext // &#8220;Wie konnte sich in China unter kaiserlicher Gewaltherrschaft handwerkliche Raffinesse und Kunstfertigkeit derart entwickeln und entfalten? Für mich ist das Haus der Kunst, das in Hitlers Auftrag für die Leistungsschauen deutscher Kunst errichtet wurde, inhaltlich und formal der geeignete Rahmen, um über diese Frage nachzudenken.&#8221; Ai Weiwei</p>
<p>Die Ausstellung stellt zwei großformatige, eigens für das Haus der Kunst entworfene Arbeiten vor; außerdem vereint sie frühe Fotografien mit den seit 2003 entstandenen Filmen, der Dokumentation von dem documenta-Projekt &#8220;Fairytale&#8221; sowie einer Auswahl der seit 1997 entstandenen Werke.</p>
<p>Der Titel &#8220;So Sorry&#8221; zielt auf die neue Entschuldigungskultur, mit der Politiker und Vorstände auf Fehlentwicklungen am Finanzmarkt und andere globale Krisen reagieren.</p>
<p><strong>Blog-Aktivität und politisches Engagement</strong></p>
<p>Nach Ansicht von Ai Weiwei sind die wichtigsten politischen Debatten der letzten zehn Jahre in China durch das Internet initiiert worden. Diesem Medium spricht er daher das größte Potential zu, gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Der Blog, den Ai Weiwei selbst unterhält, stößt mit durchschnittlich 10.000 Besuchern pro Tag auf enormes Interesse. Unter <a href="https://blog.aiweiwei.com">https://blog.aiweiwei.com</a> und auch <a href="http://www.bullogger.com/blogs/aiww/">http://www.bullogger.com/blogs/aiww/</a> dokumentiert Ai Weiwei seine Aktivitäten und künstlerischen Projekte, fordert immer wieder Meinungsfreiheit und Pressefreiheit und ruft seine chinesischen Mitbürger zu eigenständiger Kritik und unabhängigem Urteil auf. Jedes Mal, wenn sein Blog geschlossen wird, eröffnet Ai Weiwei an anderer Stelle einen neuen; auf Initiative des Haus der Kunst bloggt er ab 3. September 2009 zum ersten Mal auch auf Englisch (<a href="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/">http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/</a>).</p>
<p>Am 12. Mai 2008 erschütterte ein Erdbeben der Stärke acht auf der Richterskala die chinesische Provinz Sichuan. Unter den etwa 80.000 Opfern waren mehrere tausend Kinder, die unter den Trümmern eingestürzter Schulen begraben wurden. Da die Nachbargebäude dieser Schulen auffallend oft unbeschädigt geblieben waren, wurde der Vorwurf von Pfusch am Bau erhoben, den die Regierung aber von sich wies. Mit einem Team von rund 30 Freiwilligen recherchierte Ai Weiwei die Namen der Opfer . gegen den Widerstand der Regierung, die nicht offiziell über die tatsächliche Anzahl der Toten informierte und den Eltern der Opfer, die den Namen ihres verunglückten Kindes nennen würden, mit Repressalien drohte. Dennoch konnte Ai Weiwei auf seinem Blog über 4.000 Namen veröffentlichen.</p>
<p><strong>Neue Arbeiten 2009</strong></p>
<p>&#8220;Remembering&#8221; wird für die Fassade des Haus der Kunst entworfen und besteht aus 9.000 eigens angefertigten Rucksäcken. Ai Weiwei ruft hiermit das Erdbeben in Sichuan ins Gedächtnis, denn bei den eingestürzten Schulen fanden sich viele Rucksäcke der verschütteten Kinder. Jeder Rucksack hat eine von insgesamt fünf verschiedenen Farben; ihre Anordnung ergibt in chinesischen Schriftzeichen den Satz &#8220;Sieben Jahre lang lebte sie glücklich in dieser Welt&#8221;, mit dem die Mutter eines Erdbebenopfers ihrer Tochter gedachte. Das pixelhaft wirkende Großbild erstreckt sich über eine Länge von 100 Metern und eine Höhe von zehn Metern über die gesamte Fassade und ist mit einer Stahlkonstruktion an den Säulen vorm Haus befestigt.</p>
<p>Ebenfalls für die Ausstellung gefertigt ist der Wollteppich &#8220;Soft Ground&#8221;, der im größten Ausstellungsraum eine Fläche von 380 Quadratmetern bedeckt. Das Muster von &#8220;Soft Ground&#8221; ist eine getreue Reproduktion der 969 steinernen Bodenfliesen, über die der Teppich gebreitet wird. Um die Bodenfliesen . einschließlich der Spuren, die 70 Jahre Ausstellungsbetrieb hinterlassen haben . präzise zu rekonstruieren, wurde jede Fliese im Vorfeld einzeln fotografiert und ihre Position verzeichnet. In einer Wollweberei in der Provinz Hebei handgefertigt, fungiert &#8220;Soft Ground&#8221; nun als Dämpfer, der den Boden schont und natürlich auch eine akustische Wirkung hat.</p>
<p>Zu Ai Weiweis jüngsten und in der Ausstellung präsentierten Werken gehören außerdem: &#8220;Rooted upon&#8221;, eine 100-teilige Großinstallation von Baumstämmen aus ganz China, die auf &#8220;Soft Ground&#8221; installiert wird; &#8220;Cube in Ebony&#8221;, ein Kubus aus massivem Rosenholz mit den Maßen 100 x 100 x 100 cm; &#8220;Bamboo and Porcelain&#8221;, eine in Zusammenarbeit mit Herzog &#038; de Meuron entstandene Installation für die Fassade an der Rückseite des Haus der Kunst.</p>
<p><strong>&#8220;Fairytale&#8221; und &#8220;Template&#8221;</strong></p>
<p>Ai Weiwei zog während der letzten documenta (2007) viel Aufmerksamkeit auf sich, als er für sein Projekt &#8220;Fairytale&#8221; 1.001 Chinesen nach Kassel einlud. Sie kamen in Gruppen von 200 Personen und blieben jeweils eine Woche. Für viele von ihnen war es die erste Reise ins Ausland, für manche die erste Reise überhaupt. Überzeugt, dass individuelle Erfahrungen die Grundlage für gesellschaftlichen Wandel bilden, wollte Ai Weiwei seinen Landsleuten mit dieser Reise eine solche Erfahrung ermöglichen. Jeder der 1.001 chinesischen documenta-Gäste ist in der Ausstellung mit einem Schwarz-weiß-Porträt präsent, und in ihrer Gesamtheit ergeben diese Porträts eine Fototapete; neben einem Dokumentarfilm über das documenta-Projekt wird auch die Holzskulptur &#8220;Template&#8221; gezeigt sowie die von Ai Weiwei entworfenen Wohneinheiten, die den Chinesen in Kassel als Unterkunft dienten: Jedem Gast stand ein Bett mit Matratze und Bettwäsche, ein antiker Stuhl sowie ein schwarz-weißer Rollkoffer für sein Gepäck zur Verfügung.</p>
<p><strong>Zerstörung und Recycling</strong></p>
<p>Für seine künstlerische Produktion eignet sich Ai Weiwei chinesische Antiquitäten oder spirituelle Artefakte an, die er stark verändert oder deren Zerstörung er zum Bestandteil eines Kunstwerks macht. Prominentes Beispiel hierfür sind die von ihm veränderten, antiken chinesischen Vasen: die dreiteilige Fotoserie, wie er eine Vase fallen lässt und sie in tausend Scherben zerbricht (Dropping a Han Dynastie Urn, 1995), mit dem Schriftzug &#8220;Coca-Cola&#8221; bemalte Vasen und in Industriefarbe getauchte Vasen (fortlaufende Serien). Auf den ersten Blick wirken solche Aktionen oder performance-basierten Installationen wie Gesten des Bildersturms; doch will er hiermit die Frage stellen, wie Altes und Neues nebeneinander bestehen kann, wie die neue Qualität von Tradition aussehen könnte und wie sich das moderne China zu sich selbst verhält.</p>
<p>Ai Weiwei beauftragt angesehene handwerkliche Traditionswerkstätten wie die Brennöfen von Jingdezhen mit der Ausführung seiner Porzellanarbeiten und lässt die Einzelteile seiner Holzskulpturen ohne Nägel zusammenfügen, wie im klassischen chinesischen Zimmermannshandwerk üblich. So hervorragend ausgebildete Handwerker, wie er sie beschäftigt, reagieren durchaus empfindlich, wenn sie ihr Können in den Dienst seiner künstlerischen Anliegen stellen sollen: Sonnenblumensamen aus Porzellan herzustellen oder das jahrhundertealte Holz von Tempelbauten für eine Landkarte Chinas zu verwenden. Die technische Perfektion und hohe sinnliche Qualität von Ai Weiweis Werken wirft Fragen auf, die für jede Kultur zentral sind: Wer bestimmt, was kostbar ist? Wer bestimmt, was für eine bestimmte Gesellschaft bleibende Werte sind, und aus welchem Grund?</p>
<p><strong>Biografie und künstlerischer Werdegang</strong></p>
<p>Ai Weiwei (geb. 1957) ist der Sohn des Dichters Ai Qing. Mao schätzte Ai Qing zwar, aber während der Kulturrevolution (1966 bis 1976) waren nur Gedichte über seine eigene Person erwünscht. Für Ai Qing wurde Peking daher zunehmend gefährlich, und mit der Hilfe eines Freundes ging er nach Shihezi in der Provinz Xinjiang; dort trug Ai Weiwei als zweitältester Sohn zum Unterhalt der Familie bei. Ai Qing wurde 1976 rehabilitiert; 1979 konnte er nach Österreich und Deutschland reisen und besuchte u.a. die KZGedenkst ätte Dachau. Die Familie zog nun zurück nach Peking. Dort begann Ai Weiwei zunächst an der Film Academy zu studieren. Nach seinem Aufbruch in die USA 1981 studierte er bei Sean Scully an der Parsons School of Design in New York. Weil sein Vater erkrankte, kehrte Ai Weiwei 1993 nach China zurück und lebt seitdem in Peking.</p>
<p>Bis zu seiner Rückkehr aus New York lebt das künstlerische Werk von Ai Weiwei zunächst von Wechseln der Form, der Gattung und des Materials. Anfang der 80er-Jahre entstanden gemalte Akte, die entfernt an die Figuren von Edvard Munch erinnern, und 1985 drei Porträts von Mao. 1986 wandte sich Ai Weiwei nach zwei Gemälden der Mona Lisa, die er in Anbetracht des so strapazierten Sujets emotional erstaunlich neutral halten konnte, von der Malerei ab. Schon 1983 hatte er seine ersten Skulpturen mit integrierten Alltagsgegenständen geschaffen; sie bezeugen seine Faszination von Duchamp und Warhol. Ende der 80er-Jahre entstanden hauptsächlich Fotos . für ihn eine Form des Skizzierens und Erinnerns.</p>
<p>Zurück in China, schuf Ai Weiwei mit drei von ihm verlegten Büchern, in denen andere zeitgenössische chinesische Künstler ihre Vorgehensweise erklärten, ein Manifest der chinesischen Avantgarde (The Black Cover Book, 1994; The White Cover Book, 1995; The Grey Cover Book, 1997). In dieselbe Zeit fallen seine ersten Arbeiten mit antiken chinesischen Vasen und antikem chinesischen Holz. Zu diesen Materialien, die er bis heute verwendet, sind Süßwasserperlen, Steine, Tee, Marmor und Lacke hinzugekommen.</p>
<p>Das Wohnatelier, das sich Ai Weiwei in Peking bald nach seiner Rückkehr und nach eigenem Entwurf gebaut hat, war der Beginn seiner Tätigkeit als Architekt. Unter den öffentlichen Aufträgen, die er anschließend erhielt, ist auch das Stadion für die Olympischen Spiele in Peking 2008; hier agierte Ai Weiwei als kultureller Dolmetscher für die mit Entwurf und Bau beauftragten Architekten Herzog &#038; de Meuron. Sein bisher größtes Architekturprojekt &#8220;Ordos 100&#8243; ist eine Wohnsiedlung in der Inneren Mongolei. Ihre 100 Villen werden von 100 Architekten aus 27 Ländern entworfen, die von Herzog &#038; de Meuron ausgewählt wurden; Ai Weiwei kuratiert das Projekt.</p>
<p>Ai Weiwei hat außerdem mehrere Langfilme über den Verkehrsinfarkt in Peking gedreht (2003-2005); die Kamera fährt die Straßen des Chang’an Boulevards sowie des Zweiten und Dritten Rings ab. Die Filme haben keine weitere Handlung und unterscheiden sich durch die Wetterverhältnisse: &#8220;Beijing: The Second Ring&#8221; wurde an bewölkten Tagen gedreht, &#8220;Beijing: The Third Ring&#8221; an sonnigen . ein &#8220;fast mathematischer, un-emotionaler Weg, um die Ohnmacht der Menschen und die blinde Natur städtebaulicher Sanierung zu zeigen&#8221; (Ai Weiwei).</p>
<p>Und schließlich ist auch das tägliche Schreiben für den eigenen Blog fester Bestandteil von Ai Weiweis künstlerischer Tätigkeit; denn gesellschaftlich und politisch Position zu beziehen, dazu ist ein Künstler seiner Ansicht nach moralisch verpflichtet.</p>
<p><strong>Curating architecture</strong><br />
Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 11. Oktober 2009, um 12 Uhr spricht Ai Weiwei mit Eyal und Ines Weizman, Milica Topalovic, Srdjan Jovanovic Weiss und Minsuk Cho, Teilnehmern an dem von Ai Weiwei kuratierten Projekt &#8220;Ordos 100&#8243;</p>
<p><strong>China Rock On Tour</strong><br />
Am Freitag, den 16. Oktober 2009 um 21 Uhr geben die Bands Carsick Cars und Joyside ein Konzert im Haus der Kunst.</p>
<p><strong>Begleitbuch bei Prestel</strong><br />
mit fotografischer Dokumentation des Ausstellungsaufbaus, einem Beitrag von Mark Siemons und Texten aus den Blogs von Ai Weiwei; 128 Seiten, gebunden € 19,95, ISBN 978-3-7913-5014-1.</p>


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		<title>Documenta 12: Turm von Ai Weiwei fällt in sich zusammen</title>
		<link>http://www.artlog.de/documenta-12-turm-von-ai-weiwei-fallt-in-sich-zusammen/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 20:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[von der Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Ai Weiwei]]></category>

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		<description><![CDATA[ 

© Courtesy the artist; Galerie Urs Meile, Beijing–Lucerne;
Fotos: Frank Schinski / documenta GmbH 
Die Arbeit &#8220;Template&#8221; von Ai Weiwei ist heute Opfer eines Unwetters geworden. Der zwölf Meter hohe Turm aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<div style="text-align: center"><img id="image190" alt="Ai Weiwei, Template" src="http://www.artlog.de/wp-content/uploads/2007/06/ai-weiwei-template.jpg" width="400" /><br />
<em>© Courtesy the artist; Galerie Urs Meile, Beijing–Lucerne;<br />
Fotos: Frank Schinski / documenta GmbH</em> </div>
<p>Die Arbeit &#8220;Template&#8221; von <a href="http://www.artlog.de/dokumenta-12-ai-weiwei/">Ai Weiwei</a> ist heute Opfer eines Unwetters geworden. Der zwölf Meter hohe Turm aus Holztüren und Fenstern von im Zuge des Bau-Booms in China zerstörten Häusern der Ming- und Qing-Dynastie ist bei dem Unwetter in sich zusammen gefallen.</p>
<p>Nach ersten Meldungen, der Turm würde wieder aufgebaut, scheint dies nun nicht mehr der Plan zu sein: <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,489816,00.html">Spiegel Online</a> zitiert die Sprecherin der Documenta Catrin Seefranz mit den Worten, &#8220;Template&#8221; sei &#8220;auf erstaunlich ästhetische Weise&#8221; in sich zusammengestürzt. Ai Weiwei habe sein zerstörtes Kunstwerk bereits gesehen und finde es schöner als zuvor &#8211; einen Wiederaufbau habe er bislang nicht geplant. Schließlich befasse sich sein Schaffen zentral mit den Themen Konstruktion, Dekonstruktion und Vergänglichkeit, so die Sprecherin weiter.</p>
<p>In diesem Fall kann man das sogar nachvollziehen. Ähnliches gilt im übrigen auch für die weiteren &#8220;Problemfälle&#8221; der Documenta. So scheinen die Reisfelder von <a href="http://www.artlog.de/documenat-12-sakarin-krue-on/">Sakarin Krue-On</a> und das Mohnfeld von <a href="http://www.artlog.de/documenta-12-sanja-ivekovic/">Sanja Ivekovic</a> wohl nicht zur Blüte zu reifen. Zumindest jedoch bei Krue-On war die Option des Scheiterns von Anfang an Teil des Konzepts.</p>
<p><strong>Publikationen zur Documenta 12:</strong><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3822816779?ie=UTF8&amp;tag=art4less-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3822816779">documenta 12 &#8211; Katalog: Catalogue (Varia Series)</a> <img style="margin: 0px; border: medium none" height="1" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=art4less-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3822816779" width="1" border="0" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3822815322?ie=UTF8&amp;tag=art4less-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3822815322">documenta 12 &#8211; Magazin 1 &#8211; Moderne ?: Modernity? no. 1</a><img style="margin: 0px; border: medium none" height="1" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=art4less-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3822815322" width="1" border="0" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3836500582?ie=UTF8&amp;tag=art4less-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3836500582">documenta 12 &#8211; Magazin 2 &#8211; Leben!: Life! No. 2</a> <img style="margin: 0px; border: medium none" height="1" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=art4less-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3836500582" width="1" border="0" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3836500590?ie=UTF8&amp;tag=art4less-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3836500590">documenta 12 &#8211; Magazin 3 &#8211; Bildung: Was tun?: Education No. 3</a> <img style="margin: 0px; border: medium none" height="1" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=art4less-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3836500590" width="1" border="0" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3822825301?ie=UTF8&amp;tag=art4less-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3822825301">documenta 12 &#8211; Magazine No.1-3</a><img style="margin: 0px; border: medium none" height="1" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=art4less-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3822825301" width="1" border="0" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3822816949?ie=UTF8&amp;tag=art4less-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3822816949">documenta 12 &#8211; Bildband: Picture Book </a> <img style="margin: 0px; border: medium none" height="1" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=art4less-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3822816949" width="1" border="0" /></p>


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