Ausstellungen und Kunstblog
03.09.10
- 28.11.10
Der frühe Vermeer
Gemäldegalerie Alte Meister
03.09.10
- 28.11.10
Der frühe Vermeer (Details)
Gemäldegalerie Alte Meister
28.08.10
- 07.11.10
Hermann Glöckner. Werke bis 1945 (Details)
Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss
15.08.10
- 03.10.10
Osmar Osten: Frauen. Brücken. Fenster (Details)
Museum Gunzenhauser
15.08.10
- 03.10.10
Die Bilderwelt von Sean Scully (Details)
Museum am Theaterplatz
20.06.10
- 19.09.10
Jeff Wall. Transit (Details)
Kunsthalle im Lipsiusbau
18.04.10
- 07.11.10
Zukunft seit 1560. Die Ausstellung (Details)
Residenzschloss
27.03.10
- 02.01.11
Was ist schön? (Details)
Deutsches Hygiene-Museum
27.03.10 - 02.01.11: Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1, Dresden,
Telefon: 0351 4846-0?
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Exactitudes; 25. Grannies - Rotterdam 1998 © Ari Versluis & Ellie Uyttenbroek - Exactitudes / PiArt agency
Die Ausstellung “Was ist schön?” präsentiert eine kritische Bestandsaufnahme des heutigen Schönheitsdiskurses. Darin sind die überlieferten kultur- und sozialwissenschaftlichen Themen eng mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen und den aktuellen Erwartungen an Schönheit verwoben. Die Ausstellung zeigt, welche Themenbereiche die Auseinandersetzung mit Schönheit heute prägen: Können die traditionellen ästhetischen Konzepte überhaupt noch Geltung beanspruchen? Welchen Einfluss nehmen beispielsweise die Mode und die Medien auf die ästhetischen Vorlieben? Welche Rolle spielen evolutionsbiologisch bedingte Vorprägungen bei unseren ästhetischen Urteilen? Welche Selbstbilder sind wirksam, wenn heute der Körper zunehmend zum Objekt von Schönheitstechniken wird? Wie und warum entscheidet Schönheit auch über den gesellschaftlichen Erfolg? Können Forschungszweige wie Neurologie oder Psychologie neue Antworten geben und Schönheit quasi wissenschaftlich objektiv beschreiben?

Gemorphte Gesichter einer Studie: Prototypen für ein attraktives Gesicht. © Beautycheck 2001-2009
Besonders intensiv wird diese Vielschichtigkeit des Schönheitsdiskurses heute in der bildenden Kunst reflektiert. Zahlreiche Arbeiten zeitgenössischer Künstler bereichern darum die Ausstellung mit ihren ganz eigenen Perspektiven und Positionen. Beteiligt sind u.a.: Matthew Barney, Patrycja German, Isabell Heimerdinger, Herlinde Koelbl, Stephanie Kramer, Mariko Mori, Julian Opie, ORLAN, Blaise Reuterswald, Ulrike Rosenbach, Martin Schoeller, Cindy Sherman, Juergen Teller, Rosemarie Trockel, Ari Versluis und Ellie Uyttenbroek.
Die Ausstellung erkundet die Frage “Was ist schön?” in fünf Abteilungen, mit den folgenden Themenfeldern:

Portratit Agnès Souret, Gewinnerin des ersten Schönheitswettbewerbs in Frankreich © Mairie d'Espelette
Sehnsucht und Versprechen: Fotografien von Prominenten, älteren Menschen und Unbekannte; Marianne-Büsten aus Frankreich. Exkurs: Galerie historischer Persönlichkeiten; Schönheit im Märchen; Francis Galtons Schönheitsatlas
Macht und Macher: Schönheit, Anerkennung und Erfolg; die Schönheitsindustrie oder: die Machbarkeit von Schönheit; Schönheitsutensilien: Kleidung, Highheels und Lippenstift; Schönheitswettbewerbe und Modelbusiness
Norm und Differenz: Individualisierung und Typisierung; die Vermessung des Körpers von der Antike bis heute; der Goldene Schnitt und andere Körpernormen; Schönheitschirurgie; aktuelle künstlerische Positionen
Wahrnehmung und Bewertung: Sich-sehen-lernen; Kulturgeschichte des Spiegels und der Optik; Neurobiologie und Wahrnehmungspsychologie des Schönen; das Schöne in Literatur und Musik
Vielfalt und Gestaltung: Video-Filme über unterschiedliche Beschäftigungen mit und Ausprägungen des Schönen, zehn subjektive Beispiele: Mathematik, Parcour und Bewegung, Street Art, Nudelproduktion, Dollfie, Tod und Friedhof, Modelleisenbahn, Schlangen, Cosplay und Geigenbau
Die Inhalte der Ausstellung werden in inszenierten, atmosphärisch dichten Erfahrungsräumen mit authentischen Objekten und Originaldokumenten als Geschichten im Raum erzählt. Sinnliches Vergnügen wird von Momenten der Reflexion abgelöst. So wechseln sowohl die optischen Eindrücke als auch die Herausforderungen an das Publikum zwischen einer mehr intellektuellen und einer eher spielerischen Ansprache. Klischees und deren Hinterfragung, Erwartbares und Überraschendes bilden in dieser Ausstellung ein kontrastreiches Miteinander. Die Besucher werden erfahren können, wie Schönheit als gesellschaftliches und individuelles Phänomen entsteht und wie sie die Menschen dazu motiviert, ihre Leben zu formen.
Die moderne Szenografie und Architektur der Ausstellung, die von einem Gestalter-Team aus der Filmbranche entwickelt wurde, ermöglicht es, das Thema Schönheit einem breiten Publikum und besonders jungen Menschen nahezubringen.
Pressemitteilung, Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
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